Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

NPD gegen Hindus – 800 Antifas halten dagegen

Posted by antifaunited - 24/08/2008

War die NPD am vergangenen Montag bei einer Saalveranstaltung im Rathaus Berlin-Treptow noch vertraglich dazu gezwungen, rassistische Hetze zu unterlassen, ließ sich der Redner der rechtsextremen Partei am Samstag nachmittag bei einem Aufmarsch durch Neukölln darin nicht bremsen. Mit Parolen wie »Buschmann, Hindu, Muselmann – ihr müßt bald nach Hause fahr’n« und »Ali, Mehmet, Mustafa – ab zurück nach Ankara« zogen die knapp 150 Neonazis durch den Stadtteil Britz, um gegen den Bau zweier kleiner Hindu-Tempel zu protestieren. Angestimmt hatte diese xenophoben Slogans per Megafon Jörg Hähnel, der seit Juni dieses Jahres Berlins neuer NPD-Vorsitzender ist. Seine Gefolgschaft brüllte ihm nach.

Rund 800 Menschen gingen unter dem Motto »Nein zum Naziaufmarsch – Gemeinsam gegen Rassismus und Ausgrenzung« gegen den braunen Mob auf die Straße. Etwa 500 beteiligten sich an einer Gegendemonstration, zu der unter anderem Die Linke, Grüne, SPD, DKP, VVN–BdA, das Antifaschistische Bündnis Süd-Ost (ABSO) und die Autonome Neuköllner Antifa (ANA) aufgerufen hatten. Mehreren hundert Antifaschisten gelang es, an die Route der Rechten zu gelangen und ihnen mit Sprechchören und Trillerpfeifen direkt Paroli zu bieten. Versuche, die Demonstration der Neonazis zu blockieren, wurden durch ein massives Polizeiaufgebot aus 800 Beamten zum Teil mit Schlagstockeinsatz unterbunden. Vereinzelt brannten Mülltonnen auf der Wegstrecke der Neonazis, außerdem – in einer Seitenstraße – ein Auto, auf dem ein Aufkleber der bei Neonazis beliebten Kleidungsmarke »Thor Steinar« angebracht war.

Ein Polizeisprecher sprach am Sonntag von sieben Festnahmen auf seiten der Antifaschisten, vorwiegend wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Mit Björn W., nahm die Polizei außerdem einen stadtbekannten Rechtsextremisten aus Berlin fest. Wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte war er per Haftbefehl gesucht wurden. Ein Richter gewährte ihm allerdings noch am Samstag nachmittag Haftverschonung – und er wurde entlassen.

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