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Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Archive for 7. September 2008

Aufruf zur Beteiligung an der Aktion „Wir stellen uns quer“!

Posted by Botschaft - 07/09/2008

Aufruf des Kölner Lesben- und Schwulentag (Klust), dem wir uns anschließen:
Liebe Freundinnen und Freunde,

wie die meisten von euch sicher schon mitbekommen haben, soll in wenigen Wochen ein so genannter „Anti-Islamisierungskongress“ stattfinden, für den die rechtspopulistische „Bürgerbewegung“ und Stadtratsfraktion „pro Köln“ europäische Rechtsextremisten nach Köln eingeladen und eine Demonstration auf dem Heumarkt organisiert hat.

Um deutlich zu machen, dass Köln auf solchen Besuch keinen Wert legt und natürlich auch die lesbisch-schwule Community für ein tolerantes Köln und eine offene Gesellschaft einsteht, wurde im Arbeitskreis „Kommunalpolitik für Lesben und Schwule / KommPLUS“ des Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. entschieden, über einen großen Verteiler auf die Kundgebung und die anschließende Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aufmerksam zu machen und dazu aufzurufen, sich bei der Aktion „Wir stellen uns quer“ zu beteiligen. An der Kundgebung nehmen neben dem DGB auch Oberbürgermeister Fritz Schramma, VertreterInnen der Kirchen, aller demokratischer Parteien sowie zahlreiche gesellschaftliche Initiativen und Privatpersonen teil.

Auch Schwule und Lesben zeigen Flagge gegen Rassismus!
Die Kundgebung des DGB ist für Samstag, den 20. September, ab 10 Uhr am Dom geplant. Um dabei als lesbisch-schwule Gemeinschaft präsenter zu sein, wurde im KommPLUS zusätzlich vereinbart, einen Treffpunkt im Vorfeld der Kundgebung zu veröffentlichen, damit sich Lesben und Schwule mit Regenbogenfahnen und Transparenten bestückt zusammenfinden können, um gemeinsam vor den Dom zu ziehen.

Findet euch dafür bitte bis 9:30 Uhr auf dem Wallrafplatz ein (vor dem WDR Funkhaus Köln, Eingang zur Hohe Straße, Link: Google Map: Wallrafplatz, 50667 Altstadt-Nord, Köln)

Als kleine Anregung für Demonstrationsbanner und Schilder erinnern wir gerne an das CSD-Motto 2008, das auch eindringlich und provokant darauf hinweist, dass wir es in unserer Stadt nicht dulden, wenn mithilfe von Hasstiraden und faschistischer Polemik Angst vor Minderheiten geschürt wird. Deshalb: „Null Toleranz – für null Toleranz!“

Leitet diesen Aufruf bitte weiter, um so viele wie möglich auf die Kundgebung und die Demonstration aufmerksam zu machen!

Weitere Informationen zur Aktion „Wir stellen uns quer“ sowie die dazugehörigen Unterschriftenlisten findet ihr auf der Homepage des DGB (Region Köln): www.region-koeln.dgb.de

LSVD & KLUST

Und HIER der Artikel bei queer.de

HIER gibt es bei Cosmo-TV einen Beitrag zum Thema, Wiederholung der Sendung am kommenden Dienstag.

Antifaschist Klaus möchte sich bei den Aktionen gegen den Antiislamkongress beteiligen. Doch dies gelingt ihm noch nicht so gut…

Posted in Antifa, gegen Menschenverachtenden Hass, PI & Nazis, Widerstand | Verschlagwortet mit: | Kommentare deaktiviert für Aufruf zur Beteiligung an der Aktion „Wir stellen uns quer“!

Die falschen Behauptungen der Muslimophoben

Posted by Botschaft - 07/09/2008

Bestimmte Personen aus bestimmten politischen Richtungen dichten ja immer wieder insbesondere den Muslimen ein sehr Gewaltorientiertes Verhalten gegenüber Frauen an. Frei nach dem Motto, wenn uns sonst nix gerade einfällt, um Muslime zu Monstern zu machen, dann können wir immer noch deren Frauenfeindlichkeit ins Rennen schicken.

Mal davon abgesehen, das die Frauen in allen großen Weltreligionen nicht gerade gut wegkommen und sogar in der Bibel eine klare Rollenaufteilung daher kommt, nämlich die drei K’s, also Kinder, Küche, Kochen und vielleicht aus früheren Zeiten auch nach die Versorgung des Viehs, so muss ja, wenn man dieser Studie glaubt, Deutschland schon längst „Islamisiert“ sein. Denn die Theorie, das nur Muslime ihre Frauen Prügeln, ist wirklich nur eine Theorie.

Es stellte sich zunächst heraus, dass Deutschland im europäischen Vergleich nicht etwa auffallend friedlich, zivil, emanzipiert abschneidet, sondern in punkto Prügelquote im “mittleren bis oberen Feld” rangiert. 40 Prozent der Frauen in Deutschland gab an, körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt zu haben – oder beides. Das ist alarmierend – und bestätigte in etwa Dunkelfeldschätzungen der Frauenpolitik und Frauenprojektebewegung – die stets für hoch gegriffen gehalten worden war. Auffallend war, dass die Studie hinsichtlich der “Gewalt in Paarbeziehungen” Ergebnisse zu Tage förderte, die alle jemals geschätzten Daten in den Schatten stellten. Jede vierte Frau erzählt von Gewalt durch ihren Freund, Geliebten, Ehemann. Und dabei sind es nicht die kleinen Schubsereien oder leichten Ohrfeigen, die den Kohl fett und die Zahl beeindruckend machen. 64 Prozent der Betroffenen berichten von Übergriffen, die zu Prellungen, Verstauchungen, Knochenbrüchen, offenen Wunden, Kopf- und Gesichtsverletzungen führen. Der Würger, Schläger, Vergewaltiger ist nicht der fremde Mann. Die Gefahrenzone nicht der dunkle Park. Das Böse schleicht auf Hauspantoffeln.

Geprügelt wird in jeder Gesellschaftsschicht und Einkommensgruppe. Unterschiede bestehen in Form und Ausprägung von Gewalt, als auch in deren Sichtbarwerden. So sind körperliche Übergriffe in der Unterschichtenfamilie in einem Mietshaus kaum zu überhören. Im Vergleich dazu, vermutet Monika Schröttle, Leiterin des Forschungsprojektes, finde man in der oberen Mittelschicht oder Oberschicht verdecktere, subtilere Gewalt. Die Gewalt ist wohlhabend oder arm und gehört allen erdenklichen kulturellen Gruppen an – signifikant ist vor allem eines: 70 Prozent der Übergriffe geschehen in Wohnungen. Die schwersten aller Verletzungen werden in Beziehungen zugefügt. Je größer die finanzielle und existenzielle Abhängigkeit desto länger verharren die Frauen in den Beziehungen. Und je länger die Beziehungen bestehen, desto niedriger sinkt die Hemmschwelle, und umso exzessiver wird die Gewalt. Und: Selten wenden sich Frauen an Ärzte, Frauenhilfseinrichtungen oder die Polizei. Weniger als elf Prozent aller Frauen gab an, nach körperlicher oder sexueller Gewalt mit einem professionellen Helfer gesprochen zu haben. Zu groß war die Scham, sich als Opfer auszustellen – oder gar den Vertrauten schuldig zu sprechen.

Also hat der Muslimophobe Mob aus der ganz rechten Ecke wiedereinmal gezeigt, das seine Vorstellungen nicht so ganz der Realität entsprechen, zumal dann, wenn man sich die Rollenverteilung derer ansieht, die das „3.Reich“ ganz toll finden und gerne wieder hätten.

Alles in allem ist es doch ein guter Ansatz, um die Lügen und Horrorgeschichten der Nazis zu wiederlegen.

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