Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Gegen das braune Rassistentreffen in Köln

Posted by Botschaft - 20/09/2008

Der Präsident der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Antifaschistische Assoziation, Michel Vanderborght, hielt bei der Kundgebung gegen das Treffen europäischer Rechter am Sonnabend in Köln folgende Ansprache:

Die Fédération Internationale des Résistants (FIR) – Association Antifasciste, die über 50 Mitgliedsverbände in mehr als 20 europäischen Ländern und in Israel hat, grüßt alle Teilnehmer der heutigen Kundgebung gegen das europäische Rassistentreffen in Köln.

In den Reihen unserer Verbände befinden sich Widerstandskämpfer und Partisanen, ich selber gehörte den Partisanenverbänden in Belgien an, die gegen die deutsche Okkupation kämpften. (…)

Wir haben uns in unserer politischen Agenda geschworen, alles dafür zu tun, daß nie wieder Faschismus und nie wieder Krieg unser Land und Europa bedrohen. Und deshalb setzen wir uns mit aller Kraft ein gegen das Wiedererstarken von rassistischen Gruppen und Parteien in den verschiedenen Ländern Europas.

Ich komme aus Belgien und muß euch daher sicherlich nicht begründen, warum ich persönlich und unsere Organisationen sich aktiv einsetzen gegen solche rechten Aufmärsche. Seit vielen Jahren erleben wir die politische Propaganda des Vlaams Blok, der sich jetzt unter Filip Dewinter Vlaams Belang nennen muß. Diese Partei verkündet nicht nur rassistische Thesen, sondern ist auch massiv separatistisch. Vlaams Belang arbeitet damit an der Zerstörung Belgiens als gemeinsamer Staat der Flamen, Wallonen und der deutschsprachigen Gemeinschaft, in dem natürlich auch Menschen aus anderen Ländern und Kulturen, mit unterschiedlichen Religionen und Anschauungen ihren Platz haben sollen.

Die Propaganda dieser Gruppe führte vor einigen Monaten dazu, daß ein junger Mann – ein Anhänger des Vlaams Belang – in Antwerpen auf offener Straße eine junge Frau, eine Türkin, und das Kind, das sie bei sich hatte, tötete und eine weitere Frau schwer verletzte. Seine Begründung: Er wolle etwas tun gegen die »Fremden«.Wenn heute hier in dieser Stadt auf Einladung der Partei »Pro Köln« die belgischen Repräsentanten der rassistischen Propaganda ebenfalls auftreten sollen, dann können wir als Organisation von Veteranen und jungen Antifaschisten nur davor warnen, daß es zumeist nicht bei Worten bleibt, sondern daß oftmals blutige Taten folgen – angeblich von »Einzelgängern«.

Ich will diese Beispiele nicht fortsetzen, aber doch deutlich machen, daß neofaschistische und rassistische Feindbilder viele Gesichter haben können: In osteuropäischen Ländern und aktuell in Italien sind es Sinti und Roma, in Rußland sind es Menschen aus der Kaukasus-Region, in Frankreich Einwanderer aus dem Maghreb, in den Niederlanden richtet sich der Rassismus gegen Einwanderer, in Deutschland gegen Türken. (…)

Ich rufe euch zu: Bleibt standhaft! No pasaran – sie werden nicht durchkommen! Euer Handeln ist richtig und notwendig für unsere gemeinsame Zukunft in einem offenen und demokratischen Europa: Denn es bleibt dabei: Faschismus und Rassismus sind keine Meinung, sondern einfach nur Verbrechen!

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