Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Tausende gegen Nazis in Köln

Posted by Botschaft - 20/09/2008

Die Rechtsextremisten von Pro Köln mussten bereits am Freitag zum Auftakt ihres „Anti Islamisierungskongress“ mit einigen Pannen fertig werden. Am Samstag müssen sie während ihrer Kundgebung auf dem Kölner Heumarkt mit Zehntausenden von Gegendemonstranten rechnen.

Bereits am Freitagabend sammelten sich gut 1.000 Gegendemonstranten in der Kölner Innenstadt, um gegen die geplante rechtsradikale Kundgebung auf dem Kölner Heumarkt zu protestieren. Die rechtspopulistische Gruppierung Pro Köln hat am Wochenende rechte Gruppen aus ganz Europa zu einem „Anti-Islamisierungskongress“ nach Köln eingeladen. Darunter unter anderem Vertreter der österreichischen FPÖ und der belgischen, rechtsradikalen Vereinigung Vlaams Belang. Die Organisation Pro Köln, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, erwartet nach eigenen Angaben 1.000 bis 1.500 Teilnehmer zu dem „Kongress“.

Übergriffe am Rande von Rechtsradikalen-Kongress Am Rande des Rechtsradikalen-Treffens in Köln ist es zu Übergriffen gekommen. Im Vorort Rodenkirchen jagte eine Gruppe von Rechtsradikalen einen ausländisch aussehenden Mann über die Hauptstraße. Der Mann floh in den Schutz der Polizei.

In dem Vorort wollte die rechtsradikale Gruppierung „Pro Köln“ eine Pressekonferenz zur Eröffnung ihres „Anti-Islamisierungskongresses“ abhalten. Autonome Gegendemonstranten versuchten, einen Teilnehmer anzugreifen, wurden daran aber von der Polizei gehindert.

Keine Hotelzimmer für Nazis Unterdessen wurde bekannt, dass das Holiday Inn in Grengel, wo Anhänger von Pro Köln am Donnerstag eingecheckt hatten, die Gäste vor die Tür gesetzt hat. Managerin Hiltrud Wendling kündigte den Rechtsextremen, die einzeln reserviert hatten, das Mietverhältnis aus besonderem Grund. In der Nacht zum Freitag sei sie von der Bundespolizei darüber informiert worden, dass sie die Zimmer an Rechtsextreme aus Europa vermietet habe. Auch der Tisch für das Abendessen im Porzer Yachthafen wurde gekündigt. Die rechtsradikale Truppe hatte sich dort als Geburtstagsgesellschaft angemeldet.

Keine Taxis für Nazis Gegen 15.35 hatten die Rechtsextremen das Schiff ‘Moby Dick’ verlassen, mit dem sie den ganzen Donnerstag auf dem Rhein herumgeirrt waren. Der Polizeischutz endete hier. Wie die Rechtsextremen vom Ufer wegkommen sollten, war lange unklar. Offenbar hatten sich Kölns Taxifahrer abgesprochen, die Anlegestelle großräumig zu umfahren.

Gegendemonstranten auch aus der Autonomen Szene Unter den Gegnern, die sich am Freitagabend in Köln trafen, waren auch zahlreiche Linksautonome. Beobachter bezeichneten die Stimmung als gereizt. Ein Polizeisprecher betonte jedoch, die Lage sei ruhig. Nach Angaben der Polizei zogen gegen 21 Uhr gut 1.000 Gegendemonstranten durch die Kölner Innenstadt zu einer Kundgebung auf dem Heumarkt.

Gegen die geplante Kundgebung am Samstag hat ein breites Bündnis aus Parteien, kirchlichen Verbänden, Gewerkschaften, Migranten-Organisationen und Künstlern zum Protest aufgerufen. Zu dieser Gegen-Kundgebung, die in der Altstadt, wenige hundert Meter vom Heumarkt entfernt stattfinden soll, erwartet die Polizei mehrere zehntausend Teilnehmer. Auch Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) will hier auftreten. „Ich finde es erschütternd, und es ist beschämend für unsere Stadt, hier Gastgeber sein zu müssen“, erklärte Schramma.

Landtag und Innenministerium gegen Kongress
Auch das Bundesinnenministerium verurteilte den so genannten „Anti-Islamisierungskongress“ scharf. „Wir sind der Auffassung, dass eine solche Veranstaltung von Populisten und Extremisten in Köln das gute Miteinander belastet, um das sich der Staat und muslimische Bürger bemüht haben“, sagte eine Sprecherin am Freitag (19.09.08) in Berlin. Deshalb seien die Bemühungen der Stadt Köln und des Oberbürgermeisters Fritz Schramma zu begrüßen, der Veranstaltung der extremistischen Initiative Pro Köln ein Signal des Miteinanders mit Muslimen entgegenzusetzen. Der nordrhein-westfälische Landtag verabschiedete am Donnerstag (18.09.08) mit den Stimmen aller vier Fraktionen eine Resolution gegen den „Kongress“. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) erklärte: „In Köln ist kein Platz für Rechtsradikale.“ Wer diese weltoffene und demokratische Stadt „als Sammelbecken für Rechtsradikale und Ewiggestrige aus Europa missbraucht, ist gegen Toleranz, gegen Versöhnung, gegen Mitmenschlichkeit“.

Verkehr: Innenstadt und Deutzer Brücke gesperrt
Die Polizei hat bereits am Freitagabend ab 18:00 Uhr die Deutzer Brücke in Köln für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Sperrung soll der Polizei, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten den nötigten Handlungsspielraum sichern. Während der Kundgebung am Samstag (20.09.08) werden die Ringe und weite Teile der Kölner Innenstadt für den Fahrzeugverkehr gesperrt sein. Die Polizei rät, die Innenstadt am Samstag mit dem Auto zu meiden.

Links:

Rechtstadikale auf Schiffstour

Proteste gegen Pro Köln
Lautstarke Proteste gegen Pro Köln
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PLAY BACK gegen Rechtsextreme

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