Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Nazis aus der Stadt gejagt

Posted by Botschaft - 21/09/2008

Es sollte ein großes Happening der europäischen Rechten werden: Die rechtspopulistische

ddp

Demonstranten blockierten am Samstag den Heumarkt, wo »Pro Köln«-Anhänger eine Kundgebung abhalten wollten Foto: ddp

Partei »Pro Köln« hatte vermeintlich Gleichgesinnte aus dem Aus- und Inland für drei Tage zu einem »Antiislamisierungskongreß« an den Rhein geladen. Doch es wurde ein gewaltiger Flop, denn weder folgten namhafte Vertreter der Neuen Rechten wie Jean-Marie Le Pen dem Ruf, noch konnte »Pro Köln« das geplante Programm durchziehen, da fast alle Veranstaltungen entweder verboten oder von Antirassisten verhindert wurden. Insgesamt beteiligten sich nach Angaben des Bündnisses »Köln stellt sich quer« mehr als 50000 Menschen an Demonstrationen und vielfältigen Protestaktionen.

Bis auf die Knochen blamiert: Dieses Gefühl konnten die Pro-Köln-Akteure am Wochenende bis zur bitteren Neige auskosten. Vertreter der British National Party wurden prompt aus dem Holiday Inn komplimentiert, nachdem dem Hotelmanagement klar geworden war, um wen es sich bei den britischen Gästen handelte. Die für Freitag von »Pro Köln« geplante Pressekonferenz fiel buchstäblich ins Wasser: Nachdem der Veranstaltungsort von Antirassisten blockiert worden war, flüchteten die Teilnehmer auf den Rheindampfer »Moby Dick«. Dessen Kapitän schwante irgendwann, daß er sich mit seinen Gästen keinen Gefallen getan hatte, doch er wurde sie schlicht nicht wieder los: Alle Anlegestellen waren von Antirassisten blockiert. Nachdem der Kapitän seine Passagiere doch noch hatte absetzen können, versuchten sie, mittels Taxi in die Innenstadt zu gelangen. Doch die Kölner Taxifahrer münzten das Motto von mehr als 100 Kneipenwirten »Kein Kölsch für Nazis« in »Kein Taxi für Nazis« um.

Eine für den Samstag geplante Kundgebung von »Pro Köln« wurde kurzfristig verboten. Laut Polizeimeldung standen dort etwa 6000 Gegendemonstranten 300 Rechten gegenüber. Polizeipräsident Klaus Steffenhagen sprach daraufhin das Verbot aus: Es wäre »völlig unverhältnismäßig« gewesen, den Rechten den Weg mit Wasserwerfern und Spezialeinheiten freiprügeln zu lassen, begründete er seinen Schritt.

Der Weg vom Flughafen war ebenfalls von Antifaschisten blockiert worden, so daß viele Kongreßteilnehmer das Gelände nicht verlassen konnten. Sie versammelten sich schließlich in einem Raum im Keller des Flughafens und hielten dort ihren Kongreß – oder was davon noch übrig war – ab.

In den Chor der Pro-Köln-Gegner stimmte auch Oberbürgermeister Friedrich Schramma (CDU) ein. Wortgewaltig wies er am Freitag bei einer Anti-Pro-Köln-Kundgebung den Rechten aus nah und fern den Weg aus der Stadt.

Trotz des Schulterschlusses linker Gruppierungen mit den Oberen der Stadt kam es zu Übergriffen der Polizei auf Demonstranten. Laut dem unabhängigen Internetportal Indymedia gab es 15 Festnahmen, mehr als 500 Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Für das Köln-stellt-sich-quer-Bündnis war es trotzdem ein »großartiges Wochenende«, wie ein Sprecher sagte.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sah bereits am Sonnabend angesichts der Breite des Kölner Bündnisses eine neue »Mode« der »Intoleranz« gegen kleine Minderheiten. Nicht die rassistischen Rattenfänger, sondern die Zahl ihrer Gegner fand das Blatt »wirklich zum Fürchten«.

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