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Mahnmal erinnert an Züge ins Leben

Posted by Botschaft - 14/10/2008

Kindertransporte retteten 10000 Jungen und Mädchen vor Deportationen. Neue Gedenkskulptur in Berlin

Am 1. Dezember ist es 70 Jahre her, daß der erste Kindertransport vom Bahnhof Friedrichstraße in Berlin nach Großbritannien abfuhr. Insgesamt waren es rund 10000 Jungen und Mädchen, die durch diese Fahrten nach der Pogromnacht vor den KZ-Vernichtungslagern gerettet werden konnten. An diese Züge soll nun eine Skulptur erinnern, die am 30. November 2008 vor dem Bahnhof Friedrichstraße eingeweiht werden soll. Das wurde erst möglich, nachdem das Bezirksamt Mitte per Beschluß die Schenkung durch den Künstler und Zeitzeugen Frank Meisler angenommen hatte. Auseinandersetzungen hatte es im Vorfeld lediglich mit der Senatsverwaltung für Kultur gegeben, die das Mahnmal wegen ästhetischer Bedenken ablehnte.

Die Skulptur besteht aus zwei Personengruppen, die in entgegengesetzte Richtungen gehen. Fünf Kinder, die farblich mit dem Grau der Holocaust-Gedenkstätte in den Ministergärten abgestimmt sind, stehen stellvertretend für alle Minderjährigen, die nicht gerettet werden konnten und deportiert und ermordet wurden. Zwei Kinder symbolisieren die 10000 Jungen und Mädchen der Kindertransporte und werden im Bronzeton dargestellt. Am Schienenstrang wird zu lesen sein: »Züge ins Leben – und Züge in den Tod«.

Unterstützt wird die Initiative, die von Lisa Schäfer koordiniert wird, unter anderem von der Jüdischen Gemeinde, dem Internationalen Auschwitzkomitees, der Initiative »Zug der Erinnerung/Haltestelle Berlin«, Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) sowie Innensenator Ehrhart Körting (SPD). Weitere Einzelheiten zur Einweihung und Hintergründe über die rettenden Transporte gibt es in Kürze unter: www.kindertransport.de

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