Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Abgeordneter fordert Panzerfaust gegen Antifa

Posted by Botschaft - 17/10/2008

Im sächsischen Landtag konnte ein Neofaschist am Freitag erneut für einen Eklat sorgen. Der mehrfach vorbestrafte Ex-NPD-Abgeordnete Klaus-Jürgen Menzel erklärte: »Gegen Zionisten, Freimaurer, Kriegstreiber und andere Psychopathen« würden keine langen Reden, sondern »nur noch Handgranaten« helfen. Obwohl ihm der Landtagspräsident Erich Iltgen (CDU) das Wort in der von der NPD beantragten Debatte entzog, setzte der Abgeordnete noch einmal nach: »Wo aber Rotfront und Antifa haust, da helfen keine Sprüche, sondern nur noch die Panzerfaust«, rief er aus. Iltgen sprach am Freitag von ungeheuerlichen und volksverhetzenden Äußerungen und wies den 68jährigen aus dem Plenarsaal.

Der Grünen-Abgeordnete Johannes Lichdi erklärte, Menzel spreche nur aus, was die NPD-Basis denke. Er habe die wahren Absichten der Rechtsextremisten zum Ausdruck gebracht, nämlich die gewaltsame Abschaffung der Demokratie. »Gewalt gegen Andersdenkende ist das einzige Mittel der Rechtsextremen«, sagte SPD-Fraktionschef Martin Dulig. Menzel kenne nur eine Sprache, die von Haß und Gewalt. Der SPD-Politiker erinnerte daran, daß Menzel in den Dresdner Landtag über die NPD-Liste eingezogen war.

Deren Fraktion hatte Menzel vor knapp zwei Jahren wegen seines »unsauberen Finanzgebarens« ausgeschlossen. Er bezeichnet die Anhänger und Mitglieder der Partei aber nach wie vor als »meine Kameraden«. In die Schlagzeilen geriet Menzel unter anderem wegen seines öffentlichen Bekenntnisses zu Adolf Hitler. Er ist bereits mehrfach verurteilt worden. So hatte er versucht, eine Waffe in den Landtag zu schmuggeln. Ermittlungen gab es auch wegen versuchten Betrugs und Falschaussage in einem Prozeß.

Das Landtagspräsidium beschloß in einer Sondersitzung, Menzel »wegen der Schwere der Ordnungsverletzung« von neun weiteren Sitzungen auszuschließen. Danach kann’s weitergehen. (AFP/AP)

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