Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Antifaschistisches Gedenken

Posted by Botschaft - 28/10/2008

Konferenzen und Aktionen erinnern an damals und heute von Nazis Verfolgte und Ermordete. Zahlreiche Veranstaltungen am Jahrestag der Reichspogromnacht
Von Markus Bernhardt
Zu verschiedenen Festivals, Konferenzen und Demonstrationen rufen Antifaschisten in den kommenden Wochen auf. In Göttingen findet am 7. und 8. November bereits zum vierten Mal das »Fire&Flames-Festival« statt. Geplant sind verschiedene Konzerte mit bekannten Bands aus dem In- und Ausland – unter anderem Los Fastidios aus Italien und Microphone Mafia (Köln). Begleitet wird das Festival von Veranstaltungen und einer antifaschistischen Demonstration am 8. November (14.30 Uhr, Marktplatz) unter dem Motto »Für eine starke antifaschistische Kultur – Gegen rechte Zentren und Naziläden vorgehen«.

Anläßlich des 70. Jahrestages der sogenannten Reichspogromnacht veranstalten verschiedene Antifagruppen und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimnes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) ebenfalls am 8. November in Berlin-Kreuzberg (10 bis 22 Uhr, Mehringhof, Gneisenaustr. 2a) eine Konferenz unter dem Motto »Kein Vergeben – kein Vergessen«. »Die Konferenz soll einen Rahmen bieten, um gemeinsam über Ziel, Ausrichtung und Perspektiven linksradikaler Geschichtspolitik zu diskutieren«, heißt es in der Einladung. Dazu sind verschiedene Podien und Workshops angekündigt. Zu Beginn werden die Antifaschistische Gruppe Moabit (AIM), der AK Angreifbare Traditionspflege (Dortmund), die VVN-BdA, die Gruppe »NS-Verbrechen in Italien« und der »Zug der Erinnerung« ihre Arbeit vorstellen. In Arbeitsgruppen geht es unter anderem um die Frage, welchen Umgang mit der Geschichte es in der deutschen Linken aktuell gibt. Dabei soll über den Antifaschismus in der DDR ebenso diskutiert werden wie über das staatliche Gedenken in der BRD und die aktuelle Gedenkstättenpolitik der Bundesregierung. Am Ende sollen die unterschiedlichen Themen und Positionen aus den jeweiligen Workshops noch einmal im Podium dargelegt und diskutiert werden. Am 9. November (14 Uhr) findet die traditionelle Gedenkkundgebung und Demonstration der AIM am Mahnmal Levetzowstraße in Berlin-Moabit statt.

Eine weitere Konferenz ist am darauffolgenden Wochenende ebenfalls in Berlin geplant. Antifaschisten aus Rußland, Spanien, Tschechien, Italien und Polen werden dort über die Auseinandersetzung mit Rechten in ihren Ländern berichten und die jeweiligen gesellschaftlichen Hintergründe benennen, auf denen die Politik der faschistischen Strömungen fußt. Die internationale Konferenz, die am 14. November (14.30 Uhr) im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte (Greifswalder Str. 4) stattfindet, wird durch ein Gedenkkonzert für die Opfer rechter Gewalt ergänzt. Für den 11. November ist ein antifaschistischer Aktionstag geplant, um an den Antifaschisten Carlos Javier Palomino zu erinnern, der am 11. November 2007 in Madrid von einem Faschisten ermordet wurde. Am 15. November (14 Uhr, S-Bahnhof Berlin-Pankow) wird schließlich eine Demonstration im Gedenken an die Opfer neofaschistischer Gewalt organisiert.

Informationen ali.antifa.de, www.siempreantifascista.tk, antifa.de

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