Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Betrifft: Jeden

Posted by Botschaft - 30/10/2008

Die Chance sei vertan, das Tischtuch zerschnitten. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg zieht nach dem ersten Runden Tisch gegen Homophobie eine niederschmetternde Bilanz: Weder sei eine Resolution angenommen worden, die Homophobie scharf verurteile, noch eine Akzeptanzkampagne verabschiedet worden, begründen die LSVD-Vertreter ihre Meinung.

Sicher, angesichts der neuerlichen gewalttätigen Übergriffe gegenüber einem lesbischen Pärchen sind deutliche Worte zur Zeit mehr als angebracht. Dennoch mutet das Ansinnen des LSVD, den Dialog für gescheitert zu erklären, verfehlt an. Gelang es doch, die verschiedenen Vertreter von muslimischen Organisationen, schwul-lesbischen Verbänden und dem Migrationsbeirat an einen Tisch zu bringen. Dass sich nach zwei Stunden Diskussion das Problem Homophobie nicht erledigt hat, ist doch klar. Zudem verdeckt die These vom Scheitern den großen Erfolg, dass die Berliner Muslime eindeutig das Primat der individuellen Freiheit eingeräumt haben – und jedwede Form der Gewalt gegen Homosexuelle verurteilt haben.

Darüber hinaus verwundert auch die Fixierung auf Menschen islamischen Glaubens, wenn es um das Problem Homophobie geht, die der LSVD an den Tag legt. Dabei gibt es schwulen- und lesbenfeindliche Ressentiments doch überall in der Gesellschaft: Von deren Mitte bis zu den Rändern. Über Homophobie unter den großen Migrantengruppen der Russen und Polen spricht etwa kaum jemand. Insofern kann von einem Scheitern keine Rede sein, sondern es muss von einem notwendigen Anfang des Runden Tisches gegen Homophobie gesprochen werden.

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