Antifaunited

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Rechtsextremer Terror in Russland nimmt massiv zu

Posted by Botschaft - 05/11/2008

Rechte Gewalt gegen Migranten und Linke in Moskau und St. Petersburg fordert erneut Todesopfer. Solidaritätsveranstaltung mit russischen Antifaschisten in Berlin

Im Oktober wurden in Rußland erneut zwei Antifaschisten von Neonazis ermordet. In Moskau lauerten die Täter dem antirassistischen Skinhead Fjedor Filatov vor seiner Wohnung auf, in Irkutsk wurde die 16jährige Olga Rukosyla vermutlich wegen ihres alternativen Äußeren zum Opfer neofaschistischer Schläger. Diese Morde markieren den vorläufigen Höhepunkt der sich stetig zuspitzenden rechten Gewalt in Rußland.

Im Jahr 2007 starben 76 Menschen bei neofaschistischen Überfällen, 2006 waren es 62 Tote, und in diesem Jahr wurden bereits 80 Morde registriert. Bei den meisten Übergriffen werden Messer benutzt, die Täter sind im Umgang damit geübt. Militante Gruppierungen bieten zunehmend ein sogenanntes Wehrsporttraining an, bei dem neben Kampftechniken auch der Umgang mit verschiedenen Waffengattungen vermittelt wird. Der Großteil der Überfälle geschieht in den Metropolen Moskau und St. Petersburg, oft auf offener Straße und unter den Augen zahlreicher Zeugen. Die Opfer sind Menschen, die aufgrund ihres Aussehens als Nicht-Russen definiert werden. Rassistische Gewalt trifft neben den prozentual größten in Rußland lebenden ethnischen Minderheiten der Tadschiken, Armenier und Kirgisen auch Studierende aus asiatischen und afrikanischen Ländern.

Der Organisationsgrad russischer Neonazis hat deutlich zugenommen. Die Miliz spricht in den meisten Fällen jedoch von Einzelfällen und negiert den rassistischen Hintergrund. Die Regierenden wollen die potientiellen Opfer aus der Öffentlichkeit verbannen anstatt ihnen zu helfen und sie wirksam zu schützen. So gilt in Moskau seit einigen Jahren die Regel – durchgesetzt von Wachdiensten – daß ausländische Studierende am 20.April, dem Hitler-Geburtstag, ihre Wohnheime nicht verlassen dürfen.

In den vergangenen Jahren wurden immer häufiger auch Antifaschisten und Angehörige alternativer Subkulturen Opfer rechter Gewalt. Organisierte Neonazis nehmen zum Beispiel Konzerte von als links geltenden Bands zum Anlaß, um Jagd auf deren Gäste zu machen. Zusätzlich kommt es zu gezielten Angriffen auf öffentlich bekannte Antifaschisten. Die Justiz reagiert verhalten bis abwiegelnd. Neofaschistische Mörder werden häufig nur wegen »Hooliganismus« angeklagt. Dadurch wird die rassistische Gewalt entpolitisiert und verharmlost. Die Zuspitzung hat dazu geführt, daß das Problem stärker in den Fokus der internationalen Öffentlichkeit gerückt ist und die antifaschistische Gegenwehr wächst. Auch auf der internationalen Konferenz »Siempre Antifascista!« am 14. November in Berlin (Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4) geht es darum, Solidarität mit russischen Antifaschisten zu organisieren. Zu Gast werden Mitglieder des linken russischen Netzwerkes »Avtonom« sein.

siempreantifascista.tk

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