Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Aktionswochen gegen Antisemitismus

Posted by Botschaft - 06/11/2008

Die bundesweiten »Aktionswochen gegen Antisemitismus« sind gestern in Berlin offiziell eröffnet worden. 160 Organisationen beteiligen sich an dem von der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung initiierten Projekt, das nach Angaben der Stiftungsvorsitzenden Anetta Kahane in diesem Jahr in die fünfte Runde geht. Mit fast 400 Veranstaltungen sollen Diskussionen zu aktuellem und historischem Antisemitismus angeregt werden.

Zum Auftakt begrüßte der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan J. Kramer, die tags zuvor verabschiedete Bundestagsresolution gegen Antisemitismus. Gleichzeitig äußerte er scharfe Kritik am Verhalten der Union, die sich geweigert hatte, den Antrag gemeinsam mit der LINKEN einzubringen. Dies hinterlasse einen »bitteren Beigeschmack«. Die Union habe damit die Solidarität der demokratischen Parteien zugunsten einer »Bauchnabeldiskussion« aufgegeben, so Kramer. Zwar habe auch er Probleme mit einigen Vertretern der LINKEN. Man dürfe jedoch nicht »alles über einen Kamm scheren«, räumte Kramer ein. So seien etwa Vizebundestagspräsidentin Petra Pau und LINKE-Chef Gregor Gysi »seriöse Partner«, mit denen man seit Jahren gut zusammenarbeite.

Die elf Linksabgeordneten, die sich geweigert hatten, die Resolution zu unterzeichnen, hätten sich nun selbst »demaskiert«, sagte Kramer. Der innenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Hans-Peter Uhl (CSU) hatte der LINKEN vorgeworfen, in ihren Reihen verkappte Antisemiten zu dulden. Die Abgeordnete Ulla Jelpke wurde beschuldigt, gemeinsam mit radikalen Hisbollah-Anhängern in Berlin demonstriert zu haben.

Zur Idee eines Bundesbeauftragten für Antisemitismus sagte Kramer, dies wäre einerseits sinnvoll gewesen, jedoch stelle sich die Frage, ob damit nicht auch das Problem abgeschoben worden wäre. Zudem seien die Juden nicht die einzige gesellschaftlich ausgegrenzte Gruppe. Kramer plädierte daher für Koalitionen mit anderen betroffenen Gruppen. (ND)

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