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Faschismusopfer fordern ihre Rechte ein

Posted by Botschaft - 07/11/2008

Gesetzesinitiative von Mitgliedern der VVN-BdA im Innenausschuß des Bundestages zur Beratung

Aus Anlaß des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November haben die verfolgte Jüdin und Widerstandskämpferin Dora Dick und ihr im englischen Exil geborener Sohn Antonín Dick, beide Mitglieder der Berliner VVN-BdA, beim Bundestag eine Gesetzesinitiative zum Schutz der Rechte von anerkannten Verfolgten des Naziregimes eingebracht. Dazu gehören u. a. das Recht auf Unkündbarkeit der Wohnung, gesetzliche Regelungen bezüglich dringend notwendiger Hilfen für pflegebedürftige »NS-Verfolgte« und die Sicherstellung des Rechtsschutzes für Opfer des Naziregimes. Dazu zählt eine gesetzlich normierte Hilfestellung für die Hinterbliebenen und nächsten Angehörigen von Verfolgten. Erinnert sei in diesem Zusammenhang vor allem an die notwendige Behandlung schwerer Traumata von Zehntausenden Kindern der Holocaust-Opfer. Schließlich geht es um die Einrichtung von staatlich geförderten Fonds für Stipendien zur Sicherstellung von wissenschaftlicher, publizistischer und künstlerischer Aufarbeitung der nazistischen Verfolgung aus Sicht der Opfer und ihrer Angehörigen.

Einen solchen umfassenden Schutz gibt es in der BRD nicht.

Vorbild für die Initiative von Dora und Antonín Dick bilden die gesetzlichen Regelungen, die die DDR nach ihrer Gründung im Jahre 1949 für »NS-Verfolgte« getroffen hatte. Eine Erweiterung von Artikel 139 Grundgesetz, das sogenannte Befreiungsgesetz, das sicherstellen sollte, daß das deutsche Volk von Faschismus und Militarismus befreit wird und auch künftig davon frei bleibt, sollte nach den Überlegungen der beiden unbedingt in Erwägung gezogen werden, um diese Rechte verfassungsgestützt zu installieren.

Gleichlautende Schreiben mit dem Vorschlag für diese Gesetzesinitiative gingen am 26. Oktober an Bundestagsabgeordnete, die sich bereits in der Vergangenheit für die Belange der Überlebenden und gegen Antisemitismus sowie Neofaschismus eingesetzt haben: Petra Pau (Die Linke), Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen), Gert Weisskirchen (SPD), Markus Löning (FDP) und Kristina Köhler (CDU/CSU). »Mit einem Schreiben vom 31. Oktober haben wir eine sensible und engagierte Antwort zum Thema ›Kampf gegen Antisemitismus‹ des FDP-Abgeordneten Markus Löning erhalten«, so Antonin Dick am Freitag. Demnach ist die Gesetzesinitiative an Max Stadler (FDP), im Innenausschuß des Bundestages zuständig für Entschädigungsfragen von Verfolgten des Naziregimes, übergeben worden. Zudem wurde Dora und Antonín Dick der direkte Kontakt zu Stadler angeboten, den sie zu nutzen gedenken.

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Eine Antwort to “Faschismusopfer fordern ihre Rechte ein”

  1. […] Februar 2, 2009 · Keine Kommentare Nun, wir leben ja bekanntlich in einem Land, das, zumindest offiziell, aus seiner Vergangenheit gelernt hat. Zumindest wird dieser Anschein erweckt, so auch im Zusammenhang mit den Homosexuellen Opfern des Naziterrors. So wurde im Berliner Tiergarten ein Mahnmal für die ermordeten Homosexuellen errichtet, das in jüngster Zeit wiederholt zum Angriffspunkt von Neonazis wurde. Alles gut und schön, nur um die Entschädigung versucht sich die Bundesregierung zu drücken. Dies jedoch nicht nur bei den Homosexuellen Opfern, sondern bei vielen anderen auch(hier lesen). […]

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