Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Rechtsextreme und Holocaustleugner trafen sich

Posted by Botschaft - 17/11/2008

Wehrmachtsverherrlicher versammelten sich in überschaubarer Zahl

Oberstleutnant a.D. Armin Brenker mußte in Zivil antreten: Die Bundeswehr hielt auch in diesem Jahr am »Uniformtrageverbot« beim traditionellen Rechtsextremistentreffen zum sogenannten Volkstrauertag, dem staatlichen Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten der beiden Weltkriege, in Berlin fest. Antifaproteste hatten bereits im Vorjahr dazu geführt, daß die »Mitte der Gesellschaft« sich von der Veranstaltung auf dem alten Garnisonsfriedhof am Berliner Columbiadamm fern hielt. In den Jahren zuvor hatten noch FDP- und SPD-Gliederungen teilgenommen.

Verbittert beklagte Brenker vor rund 60 Gesinnungsgenossen, daß »eine Abgeordnete der SED-Nachfolgepartei mittels einer kleinen Anfrage die Beteiligung der Bundeswehr verhindern kann«. Gemeint war die Parlamentarierin Ulla Jelpke (Die Linke), die gemeinsam mit Antifaschisten auf das Treiben Brenkers und seines extrem rechten »Ringes Deutscher Soldatenverbände« aufmerksam gemacht hatte. Brenker versammelt regelmäßig NPD- und DVU-Funktionäre sowie Angehörige von Neonazi-Kameradschaften. Direkt auf die Vorwürfe eingehend, die »Trauergäste« seien aktive Alt- und Neonazis, erklärte Brenker: »Das interessiert mich nicht.« Der Oberstleutnant interpretierte das Fernbleiben der Bundeswehr als Beleg, daß sie unter dem Einfluß von »Linksextremisten« stehe.

In München konnte ein zunächst verbotenes »Heldengedenken« neonazistischer Gruppen am Samstag unter Auflagen doch noch stattfinden. Im Schatten massiver Gegenaktionen zogen gut 100 Neofaschisten durch die bayerische Landeshauptstadt – allerdings ohne Trommeln, Fackeln, schwarz-weiß-rote oder schwarze Fahnen und ohne das Absingen nazistischer Durchhaltelieder.

Dagegen protestierten lautstark gut 800 Antifaschisten. Immer wieder kam es auf der Demoroute der Neonazis zu Sitzblockaden, die von der Polizei aufgelöst wurden.

Zudem fand eine Kundgebung des Bündnisses für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat statt, an dem sich neben bürgerlichen Parteien, Gewerkschaften und städtischen Institutionen auch Gruppen wie die Antifajugend München beteiligten. Dort sprach auch die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch. Die Behörden hatten zur Vermeidung von Zusammenstößen beide Veranstaltungen zeitlich und räumlich weitgehend voneinander getrennt. Etwa 1000 Polizisten waren eingesetzt, um einen friedlichen Ablauf sicherzustellen, wie es hieß.

Erst letzte Woche hatte Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) erklärt, die Zahl antisemitischer Delikte habe sich in den ersten neun Monaten des Jahres mit 800 Taten fast verdoppelt. Vor allem die Zahl der Gewalttaten sei stark gestiegen, die Zahl der Verletzten habe sich annähernd verdoppelt.

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