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Polizisten erschießen 15-jährigen in Athen

Posted by Botschaft - 07/12/2008

Die tödlichen Schüsse eines Polizisten auf einen 15-Jährigen haben in mehreren griechischen Städten schwere Krawalle ausgelöst. Nach Polizeiangaben randalierten hunderte junge Menschen in der Hauptstadt Athen, im nordgriechischen Saloniki und in Patras im Süden des Landes. Innenminister Prokopis Pavlopoulos drückte sein tiefes Bedauern für den Tod des Jugendlichen aus, sein Rücktrittsangebot lehnte Regierungschef Kostas Karamanlis aber ab.
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Der 15-Jährige starb bei gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Polizisten und linken Gruppen in Athen. Nach Polizeiangaben hatte der Jugendliche mit etwa dreißig anderen Autonomen im zentralen Stadtviertel Exarchia einen Polizeiwagen mit Steinen beworfen. Ein Polizist sei aus dem Auto ausgestiegen, um die Jugendlichen aufzuhalten, und habe den 15-Jährigen mit drei Kugeln tödlich in der Brust getroffen. In dem Viertel geraten linken Gruppen und die Ordnungsmacht immer wieder aneinander.

Ausgehend von Exarchia breitete sich eine Protestwelle gegen die angebliche Polizeiwillkür und die konservative Regierung aus, die auch andere griechische Städte erfasste. Die jugendlichen Randalierer setzten Dutzende Autos in Brand und beschädigten die Fassaden von Banken. Einer vorläufigen Bilanz der Polizei zufolge wurden 17 Banken in Athen und fünf weitere in Saloniki beschädigt.

Pavlopoulos beauftragte umgehend drei Staatsanwälte mit der Untersuchung der tödlichen Schüsse. In einer Erklärung versprach er, die Verantwortlichen für den Tod des Jugendlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Fall ruft in Griechenland Erinnerungen an den Tod von Michalis Kaltezas wach, der 1985 als 15-Jähriger ebenfalls im Viertel Exarchia während einer Demonstration von einem Polizisten erschossen worden war. Sein Tod war über mehrere Jahre hinweg Anlass für Zusammenstöße zwischen der Polizei und linken Jugendgruppen.

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