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Nazianschlag auf Passauer Polizeichef

Posted by Botschaft - 14/12/2008

Die Messerattacke auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl hat offenbar einen rechtsextremen Hintergrund. Die Drohungen, die der Täter gegen den 52-Jährigen äußerte, bevor er ihn niederstach, ließen „auf eine politische Motivlage aus dem rechten Spektrum schließen“, teilte die Polizei mit.

Der Mann hatte den Passauer Polizeichef Mannichl am frühen Samstagabend an der Tür seines Wohnhauses in Fürstenzell bei Passau attackiert. Der Täter, der laut Polizei eine Glatze oder sehr kurz geschnittene Haare hat, läutete an der Tür. Als Mannichl öffnete, wurde er von dem Unbekannten zunächst verbal bedroht und dann mit einem Messer niedergestochen. Der schwer verletzte 52-Jährige wurde sofort in ein Passauer Krankenhaus gebracht und operiert. Das Messer ließ der Unbekannte am Tatort zurück, es wird derzeit noch auf Spuren untersucht.

Fahndung auf Hochtouren

Attacke auf Polizeichef: Racheakt von Neonazis vermutet [B5 aktuell]

Eine 20-köpfige Sonderkommission wurde eingerichtet. Die Fahndung laufe auf Hochtouren, hieß es. Der Täter soll etwa 1,90 Meter groß und von kräftiger Statur sein. Zudem hat er einen Leberfleck oder eine Tätowierung und spricht bayerischen Dialekt eventuell mit österreichischer Einfärbung.

Innenminister Herrmann: „Neue Dimension der Gewalt“

Den rechtsradikalen Hintergrund der Tat bestätigte der bayerische Innenminister Joachim Hermann bei einer Pressekonferenz am Vormittag. Herrmann sprach von einer „neuen Dimension der Gewalt“, sollte es zutreffen, dass ein Polizeibeamter bis in den privaten Bereich hinein verfolgt werde.

Rechtsextreme hatten Polizeichef kritisiert

Gegenüber seinem Opfer hat der Täter nach Polizeiangaben gesagt: „Viele Grüße vom nationalen Widerstand. Du linkes Bullenschwein trampelst nicht mehr auf den Gräbern unserer toten Kameraden herum.“ Die Ermittler vermuten darin einen Zusammenhang mit der Beerdigung eines ehemaligen Neonazi-Funktionärs in Passau im Juli. Rechtsextreme hatten nach der Beisetzung randaliert und mehrere Menschen angegriffen. Weil dabei auch eine Hakenkreuzflagge in das Grab geworfen wurde, hatten die Ermittler später das Grab öffnen und die Fahne entfernen lassen. Polizeichef Mannichl war in den vergangenen Monaten mehrfach gegen Rechtsextremisten vorgegangen. Deswegen ist er insbesondere im Internet von den Rechten scharf kritisiert worden. Zuletzt hatte die NPD dem Polizeidirektor vorgeworfen, dass er bei einer Gedenkveranstaltung während des Volkstrauertages am 16. November Vertreter der extremistischen Partei „belästigt“ habe. (BR)

Allianz gegen Rechtsextremismus in Franken

Nährboden für Rassismus

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