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Naziterroristen müssen in Haft

Posted by Botschaft - 13/01/2009

Zwei Jahre und drei Monate Haft nach Überfall auf linkes Jugendcamp

Nach einem Überfall von Neonazis auf ein Zeltlager der linksparteinahen Jugendorganisation solid in Nordhessen hat das Landgericht Kassel den Hauptangeklagten Kevin S. am Montag wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, daß der 19jährige am 20. Juli 2008 zusammen mit weiteren Neonazis das Camp am Neuenhainer See überfallen und dabei mit einem Klappspaten und einer Bierflasche auf ein 13jähriges Mädchen und dessen 23jährigen Stiefbruder eingeschlagen hat. Das Mädchen erlitt Blutergüsse sowie eine Gehirnerschütterung und klagt bis heute über Angstzustände.

Mit seinem Urteil entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger des Angeklagten, der ehemalige NPD-Landtagskandidat Dirk Waldschmidt, hatte sich gegen eine Haftstrafe ausgesprochen. Auslöser des »dummen Zwischenfalls« sei der Alkoholkonsum seines Mandaten gewesen, so Waldschmidt. Die Staatsanwaltschaft hielt Kevin S. dagegen für voll schuldfähig, ging allerdings nicht von einer Tötungsabsicht aus.

Kevin S. gehörte der neofaschistischen Gruppierung »Freie Kräfte Schwalm-Eder« an, will sich von dieser aber inzwischen gelöst haben. Er hatte vor Gericht Reue bekundet und sich bei den Opfern entschuldigt. Der Angriff sei »nichts Persönliches« gewesen, sagte er. Eine vom Rechtsbeistand der beiden Geschwister geforderte Teilnahme am hessischen Aussteigerprogramm »Ikarus« hatte Kevin S. jedoch abgelehnt. Ein solches Programm brauche er nicht, da er bereits mit der Neonaziszene abgeschlossen habe, so seine Begründung.

Vier weitere, an dem Überfall beteiligte Neonazis waren im Dezember bereits vom Amtsgericht Schwalmstadt verurteilt worden. Zwei der Angeklagten müssen danach eine Geldstrafe in Höhe von 200 und 400 Euro zahlen. Die beiden anderen wurden zu zwei beziehungsweise drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Einer von ihnen muß zudem eine Geldstrafe von 1500 Euro zahlen.

(AP/ddp/jW)

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