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Licht aus für Naziläden

Posted by Botschaft - 14/01/2009

Das Sortiment ist auf die Wünsche der Kundschaft perfekt abgestimmt. Ob Baseballschläger, Pullover mit germanischen Runen oder auch Musik der Berliner Rechtsrockband »Spreegeschwader«, die auf ihren CD’s von der »Reinheit des Blutes« halluziniert: Läden, deren Angebote sich vorwiegend an Neonazis richten, sind ein lukratives Geschäft für deren Betreiber. Jedoch nicht unbedingt ein dauerhaftes, wie zwei aktuelle Beispiele zeigen.

So wurde am vergangenen Freitag in Magdeburg der Shop »Narvik« geräumt. Vorausgegangen waren Proteste und ein anderthalbjähriger Rechtsstreit gegen den Laden, der sich seit Juli 2007 ausgerechnet im Magdeburger Hundertwasserhaus befand. Der Vermieter, die zum Bistum Magdeburg gehörende Gero AG, war bereits im Februar 2008 mit einer Räumungsklage vor dem Magdeburger Landgericht erfolgreich gewesen. Dem Gerichtsentscheid zufolge hatte der Betreiber verschwiegen, Bekleidung der in der rechten Szene beliebten Kultmarke »Thor Steinar« zu verkaufen. Die Richter werteten das als arglistige Täuschung. Allerdings wurde das Urteil zunächst nicht vollstreckt, da der Ladeninhaber Uwe Meusel Widerspruch einlegte. Doch auch das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg folgte im Oktober 2008 der Rechtsauffassung des Landgerichts. Obwohl Meusel gegen die Entscheidung des OLG erneut Revision einlegte, konnte die Räumung aufgrund eines juristischen Schachzuges schließlich doch durchgeführt werden.

In Berlin mußte der braune Szeneladen »Wearwolf« in der Konrad-Wolf-Straße im Stadtbezirk Hohenschönhausen zum Jahreswechsel dichtmachen. Hier hatten Anwohner mit Flugblättern die Schließung gefordert. Gleichzeitig kam es immer wieder zu militanten Angriffen gegen das Geschäft. Letztlich scheiterte der Besitzer an seinen eigenen Mietrückständen. In Zeiten, in denen Neofaschisten den Kleidungsstil der Autonomen kopieren, um sich als »Autonome Nationalisten« einen scheinbar trendigen Anstrich zu verpassen, sind Devotionalien für rechte Skins wohl nicht mehr en vogue, vermuten Berliner Antifaschisten.

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