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Prozess gegen Neonazi in Dresden

Posted by Botschaft - 15/01/2009

Ein 21 Jahre alter Rechtsextremist muss sich seit Mittwoch vor dem Dresdner Gericht verantworten. Der Angeklagte Willy K. aus Freital soll im Juni 2008 maßgeblich an den gewaltsamen Attacken auf türkische Lokale beteiligt gewesen sein. Zum Prozessbeginn erklärte er, dass er sich nicht zu den Vorwürfen äußern wird. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung vor. Für den Prozess hat das Gericht insgesamt zwölf Termine angesetzt und 64 Zeugen geladen. Das Urteil wird Mitte März erwartet.

Döner-Restaurant-Mitarbeiter Ercan S. betrachtet die kaputten Fensterscheiben des Restaurants

Nach dem brutalen Überfall im Juni 2008: Döner-Restaurant-Mitarbeiter Ercan S. betrachtet die kaputten Fensterscheiben des Restaurants

Gezielte Attacken auf türkische Läden
Nach dem EM-Halbfinale zwischen Deutschland und der Türkei hatten mehrere Dutzend Maskierte in der Dresdner Innenstadt gezielt einige türkische Lokale angegriffen, verwüstet und mindestens zwei Personen verletzt. Oberstaatsanwalt Ingolf Wagner sagte, der überaus brutale Überfall habe insgesamt nur acht Minuten gedauert. Die Täter hätten dabei kein Wort gewechselt und seien teils im Laufschritt, teils im Gleichschritt durch die Straßen gezogen. Bei den Opfern handelt es sich um einen Libanesen und drei Deutsche, die sich in den Lokalen aufhielten oder in dem Viertel unterwegs waren.

Aufruf per SMS
Der Angeklagte soll zu den Attacken aufgerufen haben und selbst daran beteiligt gewesen sein. Vor den Überfällen soll der 21-Jährige bis zu 60 Gleichgesinnte per SMS zur Teilnahme aufgefordert haben. Dabei soll der stadtbekannte Hooligan dazu aufgerufen haben, schwarze Kleidung und Sturmhauben zu tragen. Vor dem Eintreffen der Polizei konnten die Täter flüchten. Die Ermittlungen gegen mehrere Dutzend weitere mutmaßliche Beteiligte an den Ausschreitungen laufen noch. Als mögliche Täter waren bereits kurz nach der Tat Hooligans des Dresdner Fußballclubs Dynamo Dresden in Verdacht geraten.

Angeklagter kein unbeschriebenes Blatt
Willy K. soll bereits vor dem Zwischenfall im Juni 2008 an zwei brutalen Überfällen beteiligt gewesen sein, unter anderem Anfang 2008 auf eine Diskothek im sächsischen Dippoldiswalde. Auch dort hatte es Verletzte gegeben. Bei ihm handelt es sich nach Angaben der Ermittler um einen polizeibekannten Neonazi und Hooligan.(mdr.de)

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