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Papst rehabilitiert Holocaust-Leugner

Posted by Botschaft - 25/01/2009

Papst Benedikt wollte lediglich den Streit mit der Bruderschaft Pius X. beilegen und hob deshalb die Exkommunikation von vier Bischöfen auf. Damit zog er den Ärger jüdischer Organisationen auf sich.

Papst Benedikt XVI. hat für die aufgehobene Exkommunikation von vier Bischöfen um den traditionalistischen Erzbischof Marcel Lefebvre Kritik geerntet. Der Grund: Gegen einen von ihnen, Richard Williamson, wird wegen Leugnung des Holocaust ermittelt. Vor allem bei jüdischen Organisationen sorgte Benedikts Entscheidung für Entsetzen.

Williamson hatte in einem Fernsehinterview gesagt, historische Fakten sprächen gegen die Existenz von Gaskammern. Es seien nicht sechs Millionen Juden von den Nazis ermordet worden, sondern 200.000 bis 300.000 – aber keiner von ihnen in Gaskammern, so der Brite. Rabbiner David Rosen, der auf höchster Ebene am jüdisch-katholischen Dialog beteiligt ist, sagte laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA, Williamson sei eine «klar antisemitische Person» und die Rücknahme der Exkommunikation «ein Schritt, der die gesamte Kirche verseucht».

Unverständnis äußerte auch der Präsident der italienischen Rabbiner, Giuseppe Laras. Dieser nicht notwendige Schritt des Vatikans sei in einer heiklen Phase des jüdisch-christlichen Dialogs getan worden. «Wir können nicht in den Kopf des Papstes sehen, wollen das auch nicht, aber das ist sicher kein Handeln, das Entspannung bringt.»

Dagegen verteidigte ein Sprecher des Vatikans den Schritt. Bei der Entscheidung des Papstes, die vier Bischöfe wieder in den Schoß der Kirche aufzunehmen, gehe es ausschließlich darum, die Anhänger der Bruderschaft Pius X. wieder zu integrieren, erläuterte der Sprecher. Der Vatikan teile in keiner Weise die Äußerungen zum Holocaust, über die auf eine andere Weise gerichtet werde. «Die Exkommunikation hat damit gar nichts zu tun.»

Ermittlungen gegen Williamson
Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt gegen Williamson, weil er das Interview, in dem er die Existenz der Nazi-Gaskammern leugnet, bei einem Besuch im Priesterseminar der Bruderschaft Pius X. in Zaitzkofen bei Regensburg gegeben hatte. Es war vor kurzem im schwedischen Fernsehen ausgestrahlt worden. Das Leugnen des Holocaust steht in Deutschland unter Strafe.

Der Grund für die Spaltung der Bruderschaft Pius X. vom Vatikan und die Exkommunikation der Geistlichen 1988 war, dass Lefebvre und seine Anhänger die Kirchenreformen des Zweiten Vatikanischen Konzils der 1960er Jahre ablehnten. In dem Streit ging es um die Liturgiereform und Religionsfreiheit. Die Traditionalisten um den 1991 gestorbenen Lefebvre kritisierten die vom Konzil angestrebte Versöhnung mit den Juden und den Aufruf zur Zusammenarbeit mit anderen christlichen Konfessionen.

Im vergangenen Jahr hatte der Vatikan der Priesterbruderschaft eine Reihe von Forderungen als Bedingung für eine Wiederannäherung an die katholische Kirche gestellt. Die vier Bischöfe der ultratraditionalistischen Gemeinschaft hatten dem Papst Ende 2008 versichert, «alle unsere Kräfte in den Dienst der Kirche Unseres Herrn Jesus Christus zu stellen, die die katholische Kirche ist». Der Bruderschaft gehören nach eigenen Angaben knapp 500 Priester an, die etwa 600.000 Gläubige vertreten. (dpa)

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Eine Antwort to “Papst rehabilitiert Holocaust-Leugner”

  1. wichtig ist noch, dass die Priesterbruderschaft Pius X nicht nur im religiösen Sinne ultratraditionalistisch ist sondern auch politisch zum Faschismus tendiert: speziell in Frankreich, wo sie zahlenmässig am stärksten ist, dort generell zum Front National (FN); Lefebvre, der Gründer von dem Laden war der Meinung, dass das Vichy-Regime 1940-44 ausserordentlich Positives geleistet habe, etc.

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