Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Kein Interesse an Schutz vor Nazipropaganda?

Posted by Botschaft - 06/02/2009

Im letzten Jahr hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien zwölf Schriften oder Bücher, einhundert Tonträger sowie zwei DVD/Video-CDs auf den Index gesetzt. Die Gründe: Verherrlichung oder Verharmlosung des Nationalsozialismus, des Krieges sowie rassistische Inhalte.

Das, was da auf Anfrage der Linksfraktionsabgeordneten Petra Pau vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgelistet wird, verursacht Gänsehaut. Aufgeführt sind Erzeugnisse des Deutsche Stimme Verlages in Riesa ebenso wie Veröffentlichungen des R.G Fischer Verlages in Frankfurt am Main. Andere Titel werden in Großbritannien oder den USA verlegt. Zu den indizierten Büchern gehört eines von Herbert Schweiger. Der SS-Freiwillige wurde nach dem Krieg einer der bekanntesten rechtsextremistischen Publizisten Österreichs. Er suchte die Nähe zu Holocaust-Leugnern, saß mehrmals in Haft. Auch wenn sein Machwerk aus dem Verlag Neue Ordnung verboten ist, so ist es via Internet dennoch »garantiert lieferbar«.

Gleichfalls auf dem Index steht der »Faktenspiegel V«. Autor ist der NPD-Mann Herbert Hoff. Während der fünfte Band »derzeit nicht lieferbar« ist, kann man andere erwerben. Band III aus dem Verlag R.G. Fischer beschäftigt sich beispielsweise mit »Hitlers Leistungen für das Volk« und verspricht Aufklärung darüber, »warum das Volk ihn liebte«.

Voller Naziungeist sind die indizierten CDs. Bereits die Namen der Gruppen geben über Idole und Inhalte Auskunft: »Kommando Freisler« hetzt gegen Juden, das »Sonderkommando Dirlewanger« bezieht sich auf eine der schlimmsten SS-Mörderbanden. Es gibt ein »Sturmkommando«, »Arisches Blut« und »Kruppstahl«. Dass ihre Machwerke auf dem Index stehen, trifft die Gruppen nicht, der Vertrieb läuft über Internetseiten, auf denen sich Kameraden mit Nutzernamen wie »SchuSSwechsel«, »Zyklon B« heiß machen.

Elke Monssen-Engberding, Chefin der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, weiß das, kann dagegen aber nichts tun. Schon weil das von ihrer Behörde ausgesprochene Verbot nur den Vertrieb an Kinder und Jugendliche verhindern soll. Die indizierten Bücher dürfen nicht im Regal stehen, sind aber unter dem Ladentisch an Erwachsene abzugeben. Man könne zudem auch nur das prüfen, was durch Antrag oder Anregung gemeldet wird. Die Anzahl solcher Anträge sei – so wie die Anzahl der indizierten Bücher und CDs – seit Jahren konstant.

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