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Besetztes Haus in Erfurt abgebrannt

Posted by Botschaft - 07/02/2009

Auf dem besetzen Erfurter Gelände der Firma Topf & Söhne ist ein Haus abgebrannt. Nach Angaben der Feuerwehr brach das Feuer am Mittwochabend aus. Es konnte binnen einer Stunde gelöscht werden. Das Haupthaus der Besetzer brannte nicht, war aber stark verraucht.
Keine Brandstiftung
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist der Brand offenbar durch Fahrlässigkeit ausgelöst worden. Aus einem Ofen, der nicht an einen Schornstein angeschlossen war, hätten Flammen oder Funken auf das Zimmer im ersten Stock übergegriffen, sagte ein Polizeisprecher. Brandstiftung sei „definitiv“ auszuschließen.

Niemand zu Schaden gekommen
Auf dem Gelände hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes 30 bis 40 Menschen auf. In dem in Brand geratenen Haus wohnte jedoch nur einer der Besetzer. Die Besetzer erklärten in einer Mitteilung, sie seien froh, „dass keine Personen zu Schaden gekommen sind“. Der Brand sei gegen 21:00 Uhr nach einem Stromausfall bemerkt worden. Parallel zu den ersten Löschversuchen sei umgehend die Feuerwehr alarmiert worden.

Den Besetzern wurden Notquartiere angeboten. Laut Polizei hatten sie sich gegenüber den Einsatzkräften sehr kooperativ verhalten.

Besetzer für Kulturzentrum und Gedenkstätte
Das Haus auf dem früheren Industriegelände ist seit sieben Jahren von Jugendlichen besetzt. Die Besetzer richteten darin auch ein Kulturzentrum ein. Zudem setzen sie sich dafür ein, auf dem Gelände eine Gedenkstätte zu errichten, die an die NS-Geschichte von Topf & Söhne erinnern soll. Das Unternehmen hatte die Verbrennungsöfen für die Konzentrationslager der Nationalsozialisten konstruiert und produziert.

Räumungsfrist läuft am 15. Februar aus

In den letzten Monaten eskalierte ein Streit um die Immobilie. Das gesamte Gelände war von einem privaten Investor gekauft worden, der nach einem Abriss neue Büros und Wohnungen bauen will. Die Stadt bot den Besetzern eine Alternative an, diese lehnten jedoch ab und ließen mehrere Ultimaten verstreichen. Eine letzte Frist läuft Mitte des Monats aus.

Ominöse „Bernd“-Entführung
Zuletzt waren die Erfurter Hausbesetzer bundesweit bekannt geworden, weil sie in einen Zusammenhang mit dem Verschwinden des Kika-Stars „Bernd das Brot“ gebracht wurden. Unbekannte hatten eine zwei Meter hohe Statue der Kinderkanal-Figur vor dem Erfurter Rathaus entführt. Kurz darauf tauchte im Internet ein Video auf, in dem „Bernd“ seine Sympathie für die Besetzer bekundete. Die Figur ist inzwischen gefunden und steht seit Mittwoch wieder an ihrem Platz am Fischmarkt.

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