Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Zehnter Jahrestag eines feigen Mordes durch Naziterroristen

Posted by Botschaft - 17/02/2009

Am 13. Februar 1999 starb in Guben Farid Guendoul
Die aggressiven Parolen hallten ebenso wie der harte Klang der Springerstiefel durch die Nacht. »Wir haben euch was mitgebracht – Haß, Haß, Haß« und »Türken raus« brüllte die rechtsradikale Meute an jenem 13. Februar 1999, während sie den Algerier Farid Guendoul und zwei seiner Freunde durch eine Straße im brandenburgischen Guben hetzte. Guendoul suchte in einem Hausflur Schutz vor den Verfolgern. Panisch schlug er die Scheibe der Eingangstür ein und kroch hindurch. Dabei riß sich der 28jährige die Schlagader auf und verblutete. Einen seiner Begleiter schlugen die Neonazis damals bewußtlos. Die drei Haupttäter wurden anderthalb Jahre später zu Haftstrafen zwischen zwei und drei Jahren verurteilt. Acht weitere Beteiligte kamen mit Bewährungsstrafen oder Verwarnungen davon. Zehn Jahre nach dem Verbrechen erinnerten am vergangenen Freitag einige Gubener Bürger an Guendoul. »Viele in der Stadt wollen nicht offen über das Verbrechen reden«, klagt Gesa Köbberling vom Verein Opferperspektive. Dabei sei die Neonaziszene hier nach wie vor aktiv. Die Zeit grölender Horden in Bomberjacken sei zwar vorbei, dennoch treten die Rechten immer selbstbewußter auf, bestätigt ein Polizeisprecher. »Die Neonazis versuchen, sich ein anderes Image zu geben«, so der Sprecher. Mit Alexander Bode kandidierte einer der verurteilten Haupttäter bei den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr sogar auf der NPD-Liste für die Stadtverordnetenversammlung. Er wurde zwar nicht gewählt, die NPD aber erhielt 4,3 Prozent und hat seitdem einen Sitz im Stadtparlament.

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