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Pius Brüder sind die Nazis der Kirche

Posted by Botschaft - 18/02/2009

Pater Franz Schmidberger, Leiter der Pius-Bruderschaft in Deutschland, auf dem Weg zu einer Vorlesung. «Der moderne säkulare Staat», sagt er, «ist ein grosses Übel.» Es gelte zu missionieren. Bild: Keystone

Herr Pater Schmidberger, wie verstehen Sie Ihre Berufung in dieser Welt? Feiern Sie täglich die lateinische Messe?
Selbstverständlich zelebriere ich jeden Tag die Heilige Messe nach dem altehrwürdigen tridentinischen Ritus der Kirche. Ich sehe mich als Zeuge Jesu Christi und des Evangeliums, als Mann Gottes, der die ewigen Wahrheiten zu verkünden und die Menschen in den Glaubenswahrheiten zu unterrichten hat. Ich sehe mich als Mann des Gebetes, der die Sakramente spendet.

Freuen Sie sich über die Aufhebung der Exkommunikation der vier Lefebvre-Bischöfe?
Natürlich freuen wir uns. Schliesslich ist das eine Sache, die wir seit langem ersehnt haben, auf die wir auch lange hingearbeitet haben. Dieses Stigma der Exkommunikation, das uns ganz ungerechterweise getroffen hat, ist uns jetzt weggenommen worden. Ich würde allerdings eher von einer Normalisierung als von einer Versöhnung mit Rom sprechen, weil wir ja nie ausserhalb der Kirche gestanden sind.

Wie stellen Sie sich zur Holocaust-Leugnung von Bischof Richard Williamson?
Das hat uns sehr schmerzlich getroffen und uns die grosse Freude über die Aufhebung der Exkommunikation vergällt. Wir haben uns sofort davon distanziert. Das Ganze hat uns und der Kirche grossen Schaden zugefügt. Der Papst ist jetzt in einer sehr unangenehmen Situation. Wir können nur für ihn beten.

Williamsons revisionistische Ansichten waren doch auch in der Bruderschaft bekannt.
In Kanada hat er vor zehn Jahren, so viel ich weiss, Ähnliches geäussert. Wir haben ihm schon damals gesagt, dass diese Äusserungen untragbar sind.

Dann können Sie Angela Merkels Appell verstehen, der Papst solle sich deutlicher von Williamson distanzieren?
Nein, es war nicht Aufgabe der Bundeskanzlerin, sich in die Sache einzumischen. Sie hat ihre Kompetenzen überschritten. Viele Leute aus der CDU und CSU waren sehr erbost. In der öffentlichen Diskussion wurde meist nicht zwischen der Rücknahme der Exkommunikation und den Äusserungen Williamsons unterschieden.

Sie selber haben vor kurzem eine Debatte über die Juden als Gottesmörder losgetreten. Begreifen Sie die empörten Reaktionen?
Da ist mir ein bedauerlicher Fehler unterlaufen, den ich zurückgenommen habe. Die heutigen Juden machen sich nur an der Schuld ihrer Väter teilhaftig, wenn sie der Tötung Jesu ausdrücklich zustimmen. Es gibt aber keine Kollektivschuld.

Aber an der alten Gottesmord-These der Juden halten Sie fest?
Diejenigen, die Jesus getötet haben, waren hauptsächlich Juden. Gewiss, auch die Römer und das einfache Volk hatten Anteil an der Schuld. Wir alle tragen Schuld daran durch unsere Sünden.

Weshalb aber lehnt die Priesterbruderschaft die Konzilserklärung «Nostra Aetate» und die darin enthaltene Würdigung des jüdischen Heilsweges noch immer ab?
Die Konzilserklärung würdigt die Religionen Hinduismus, Buddhismus, Islam und Judentum. Wir lehnen sie ab, weil sie eine Lobhudelei ist auf die anderen Religionen, dergestalt, dass nach dem Konzil der Eindruck hat entstehen können, dass diese Religionen einen eigenen Heilsweg bilden.

Sie bestehen darauf: Die Juden haben keinen eigenen Heilsweg?
Darauf müssen wir bestehen. Schon Petrus sagte in seiner Pfingstpredigt zu den Juden: Wenn ihr das Heil erlangen wollt, dann müsst ihr euch bekehren und euch taufen lassen auf den Namen Jesu Christi.

Papst Benedikt hat letzte Woche die Pius-Bruderschaft aufgefordert, sich hinter das Zweite Vatikanische Konzil zu stellen. Wird sie das auch tun? Es heisst ja, dass die Priesterbruderschaft Rom konvertieren will und nicht umgekehrt.
Das ist überspitzt gesagt. Es geht darum, die Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils miteinander zu diskutieren, Differenzen auszuräumen und Klarstellungen zu treffen. Einige Texte des Konzils sind tatsächlich nicht in Einklang zu bringen mit der bisherigen Lehre der Kirche. Auch Rom steht unter der Verpflichtung der immerwährenden Lehre der Kirche und kann nicht einfach neue Lehren erfinden. Wir fordern die deutschen Bischöfe darum auf, mit uns über den Dissens zu diskutieren. Auch über so grundsätzliche Fragen wie: Warum geht es mit dem religiösen Leben bei uns dauernd bergab?

Ein strittiger Punkt ist die Ökumene. Ihre Bruderschaft betont die Heilsexklusivität der katholischen Kirche. Sind die evangelischen Kirchen für Sie keine Kirchen?
Die Kirche hat sich immer als die von Christus gestiftete Heilsanstalt gesehen. Und Christus hat der Kirche das Papsttum eingestiftet, das Messopfer und die sieben Sakramente. Die Kirchen der Reformation, die das leugnen, können nicht beanspruchen, auf Jesus Christus zurückzugehen.

Kardinal Ratzinger hat die nicht christlichen Religionen im Jahr 2000 für schwer defizitär erklärt. Ist er damit auf Ihre Linie eingeschwenkt?
Das war sicher eine sehr treffende Erklärung. Aber er hat es leider unterlassen, eindeutig zu sagen, dass die Kirche Jesu Christi die katholische Kirche ist.

Ein anderer Punkt, in dem Sie vom Konzil abweichen, ist das Menschenrecht der Religionsfreiheit: Müssen sich alle, auch Muslime, zum katholischen Glauben bekehren?
Die Verurteilung der Religionsfreiheit hat nie bedeutet, dass man die anderen zwingen soll, den katholischen Glauben anzunehmen. Es geht auch weniger um das Verhältnis des Einzelnen zu Gott, sondern um das Verhältnis des Staates zu den verschiedenen Religionen. Da sagt die katholische Lehre, dass nur die Wahrheit ein Recht hat. Klar: Die anderen Religionen sind zu tolerieren, ihnen ist ein Existenzrecht zuzubilligen, damit man sich nicht die Köpfe einschlägt. Ihnen kann aber keine eigene Wahrheit zugestanden werden. Es gibt keinen eigenen Heilsweg für die Buddhisten, Muslime oder Juden.

Führen die anderen Religionen nicht zu Gott?
Der Absolutheitsanspruch kommt von Christus selber. Er hat gesagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater ausser durch mich. Er hat die Apostel ausgesandt, alle zu taufen. Folglich ist es ausgeschlossen, dass ein Muslim durch den Islam gerettet wird. Zwar kann der Muslim im Islam gerettet werden, wenn er den Schöpfer anerkennt, seine Sünden bereut und sich nach Erlösung sehnt. Niemand wird verurteilt, wenn er die Wahrheit nicht kennt. Schlägt er aber bewusst die christliche Wahrheit aus, macht er sich schuldig.

Wie können Sie heute noch die Vision eines christlichen Staates aufrechterhalten? Vielerorts ist die Kirche vom Staat getrennt.
Einen katholischen Staat kann es nur geben, wenn die grosse Mehrheit in einem Lande katholisch ist. Das ist in der Schweiz nicht mehr gegeben. Das macht aber das Prinzip eines christlichen Staates nicht falsch. Grundsätzlich sind wir darum gegen die Trennung von Kirche und Staat. Da der Staat wie die Kirche Gott zum Urheber hat, müssen beide zusammen zum Wohle des Menschen regiert werden. Darum fordern wir eine Verfassung, welche die Zehn Gebote Gottes und die Verpflichtung vor Gott als oberstes Gebot anerkennt.

Die Pius-Bruderschaft sehnt sich zurück ins Ancien Régime. Ist die Monarchie für Sie die einzig richtige Staatsform?
Nein, wir anerkennen Monarchie, Aristokratie und Demokratie gleicherweise. Vorausgesetzt, dass man nicht behauptet, in der Demokratie gehe alle Macht vom Volke aus. Das lehnt die Kirche ab. Für sie geht die Gewalt von Gott aus, die Regierenden sind Stellvertreter Gottes auf Erden.

Dann ist für Sie der moderne säkulare Staat ein Unding?
Der säkulare Staat, der sich von Gott abwendet, ist ein grosses Übel. Ich würde ihn als neuheidnisch bezeichnen.

Wie stehen Sie denn zur Gleichberechtigung der Geschlechter?
Gott hat den Menschen geschaffen als Mann und Frau, und er hat beiden ein gewisses Ressort anvertraut. Dem Mann eher das Aussenministerium, der Frau das Innenministerium, also die Rolle als Mutter. Diese bedeutungsvolle Rolle der Frau wird heute abgewertet.

Müssig zu fragen, was Sie von gleichgeschlechtliche Partnerschaften halten.
Das ist vollkommen gegen die Zehn Gebote Gottes und gegen die Ordnung, die Gott in die Schöpfung hineingelegt hat.

Sie erleben diese Welt als sehr dekadent: Leben Sie in der Endzeit?
Ich kann nicht sagen, ob wir in der Endzeit leben. Aber wir leben jedenfalls in einer Zeit des Verfalls, des Kulturverfalls, des religiösen und moralischen Verfalls. Viele Leute sind vom Glauben abgefallen. Die Christen sind heute eine verschwindend kleine Minderheit. Jetzt müssen wir die Gesellschaft darum remissionieren, mit Güte und Milde den Glauben verkünden und die jungen christlichen Familien stärken.
(Tages-Anzeiger)

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