Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Polizei versagte

Posted by Botschaft - 19/02/2009

Weiterer Fall von Neonazigewalt nach Aufmarsch in Dresden bekanntgeworden

Im Anschluß an den Aufmarsch von mehr als 6000 Neofaschisten am vergangenen Sonnabend in Dresden hat es offenbar mehr Gewaltausbrüche von Rechtsextremen gegeben als bisher angenommen. So attackierten Neonazis in einem Regionalexpreß eine Gruppe von Mitgliedern der SPD-Jugendorganisation Jusos. Dabei seien mindestens zwei Personen verletzt worden, berichtete der nordsächsische Juso-Vorsitzende Nico Wesser am Donnerstag gegenüber AP. In dem Zug von Dresden nach Leipzig hätten Rechte Reisende und Teilnehmer der antifaschistischen Proteste beleidigt, fotografiert und tätlich angegriffen. Zwei junge Frauen aus Jena, die sich nicht fotografieren lassen wollten, seien geschlagen und am Bahnhof Priestewitz aus dem Zug geworfen worden. In Nünchritz sei auch die Juso-Gruppe aus der Bahn gedrängt worden.

Die Jugendlichen aus Nordsachsen hatten gemeinsam mit der SPD-Landtagsabgeordneten Liane Deicke an der Protestdemo »GehDenken« teilgenommen. Deicke, die selbst nicht im Regionalexpreß war, sagte, es sei unverständlich, daß die Polizei die Rückreise der Neonazis aus Dresden nicht wie bei Fußball-Hooligans abgesichert habe und andere Fahrgäste im Zug der Gewalt schutzlos ausgeliefert waren. In einer gemeinsamen Presseerklärung forderten die Landesvorsitzenden der Partei Die Linke aus Hessen, Sachsen und Thüringen Polizei, Staatsanwälte und Richter auf, den Verfolgungsdruck auf rechte Gewalttäter zu erhöhen. Sie sprachen sich außerdem für ein Verbot der neofaschistischen NPD und der »Freien Kameradschaften« aus.

Nach Informationen der Linkspartei soll der Bus mit Neonazis, die am Sonnabend einen Gewerkschafter am Rastplatz Teufelstal in Thüringen schwer und vier weitere leicht verletzt hatten, vom Kreisvorsitzenden der NPD in der Westpfalz, Sascha Wagner, angemietet worden sein. Der Gewerkschafter, der einen Schädelbruch erlitt, befindet sich nach einer Operation auf dem Weg der Besserung.

Die bundesweite Fahndung nach drei aus Schweden stammenden Neofaschisten, die an dem Angriff auf dem Rastplatz beteiligt waren, ist am Mittwoch eingestellt worden. Die zu dem Zeitpunkt noch Gesuchten konnten am Montag unbehelligt vom Flughafen Frankfurt-Hahn nach Göteborg fliegen. Die sächsische Linksfraktion kündigte unterdessen an, das Versagen der Polizei im März auf die Tagesordnung der Landtagssitzung zu setzen.(jw)

* Siehe auch Interview mit Nico Wesser

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2 Antworten to “Polizei versagte”

  1. J.P. said

    Bald ist die NPD nur noch ein verstaubter Ordner im Aktenschrank des Verfassungsschutzes! siehe auch mein Blog-Beitrag vom 19.02.2009

  2. J.P. said

    Die NPD ist bald ein verstaubter Ordner im Aktenschrank des Verfassungsschutzes. Laut Pressemeldungen steht die rechte Partei kurz vor dem Bankrott! (siehe auch mein Blogbeitrag vom 19.02.2009)

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