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Rechtextremistische Übergriffe in Jena: Kooperation deutscher und schwedischer Neonazis

Posted by Botschaft - 21/02/2009

Bei der blutigen Tat auf einer Autobahnraststätte soll es eine enge Zusammenarbeit von deutschen und schwedischen Neonazis gegeben haben. Währenddessen sind Hinweise auf weitere Übergriffe am Wochenende aufgetaucht.

Bei dem gewalttätigen Überfall auf Gewerkschafter an einer Raststätte in Thüringen spielte nach Informationen des «Spiegels» eine enge Zusammenarbeit deutscher und schwedischer Neonazis eine wesentliche Rolle. Zu den Verdächtigen gehöre ein schwedischer Rechtsextremist, der zeitweilig in der Führungsebene des Neonazi-Netzwerks «Blood and Honour Scandinavia» spielte, meldete das Nachrichtenmagazin am Freitag vorab. Unterdessen berichteten Opferberater von weiteren Übergriffen am Wochenende.

Die in dem Thüringer Fall ermittelnde Staatsanwaltschaft in Gera wollte den «Spiegel»-Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Ihr Sprecher Ralf Mohrmann verwies aber darauf, dass einer der drei Schweden aus dem Bus inzwischen wegen dringenden Tatverdachts per Haftbefehl gesucht werde. Gegen den 21-Jährigen wird wie gegen alle 41 Insassen des Busses wegen schwerer Körperverletzung und Landfriedensbruchs ermittelt.

Der Bus wurde am Samstag vor einer Woche gestellt, nachdem Neonazis eine Gruppe hessischer Gewerkschafter und Linkspartei-Mitglieder auf dem Rückweg von Demonstrationen aus Dresden an der Raststätte Teufelstal bei Jena überfallen hatte. Dabei wurden fünf Menschen zum Teil schwer verletzt. Ein 42-jähriger Mann aus Nordhessen erlitt einen Schädelbruch und musste operiert werden. Die Polizei nahm die Personalien sämtlicher Insassen des von einem NPD-Funktionär aus der Westpfalz gemieteten Busses auf, ließ ihn aber weiterfahren, weil zu diesem Zeitpunkt die Schwere der Verletzungen bei den Opfern noch nicht bekannt war.

Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt
Informationen des «Spiegels», wonach der Großteil der 41 Verdächtigen inzwischen erkennungsdienstlich behandelt wurden, konnte die Staatsanwaltschaft am Freitag nicht bestätigen. Wie es weiter in dem Bericht hieß, ist auf den Namen des ehemaligen «Blood-and-Honour»-Funktionärs aus Schweden eine deutschsprachige Website registriert, die auch Videobotschaften des NPD-Vorsitzenden Udo Voigt und seines Stellvertreters Jürgen Rieger enthalte.

Mutter und Tochter angegriffen
Nach Angaben sächsischer Opferberater gab es in Zusammenhang mit dem Aufmarsch mindestens fünf Attacken von Rechtsextremisten. Wie die Opferberatung für Betroffene rechtsextremer Gewalt des RAA Sachsen am Freitag mitteilte, wurde erst jetzt bekannt, dass bei der Abreise von Neonazis am Hauptbahnhof eine Asiatin und ihre Tochter in einem Geschäft angegriffen und beschimpft worden sei.

Die Opfer seien leicht verletzt worden. Bekannt wurden inzwischen auch der Angriff auf Gewerkschafter auf einem Rastplatz bei Chemnitz auf der Hinreise nach Dresden und eine Attacke gegen Jugendliche in einem Regionalexpress nach Leipzig. Laut RAA griffen Rechtsextremisten zudem einen Journalisten am Dresdner Hauptbahnhof an und beschädigten seine Ausrüstung. Die Opferberater erklärten, sie gingen davon aus, dass es noch weitere Vorfälle gegeben habe. In Dresden gab es am Wochenende einen Aufmarsch von rund 6.000 Rechtsextremisten. Dagegen demonstrierten mehr als 10.000 Menschen friedlich & wurden teilweise brutal von der Straße geprügelt.

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