Antifaunited

Against increasing racism and the contempt for mankind in Germany and Europe, against Peoplephobie, against criticism prohibitions, against Nazis

Proteste gegen Veteranentreffen

Posted by Botschaft - 01/03/2009

Trotz eines gerichtlichen Verbotes konnten am Montag dreihundert Veteranen der lettischen Waffen-SS unter Polizeischutz durch die lettische Hauptstadt Riga marschieren. Einige hundert Gegendemonstranten versuchten, die Kranzniederlegung am 1935 errichteten »Freiheitsdenkmal« zu verhindern, drei Antifaschisten wurden festgenommen. Moskau, die russische Minderheit im Land, Widerstandskämpfer, Partisanen, Deportierte und Opfer der faschistischen Verbrechen aus 25 Ländern Europas und Israel hatten den Präsidenten der Republik und das lettische Parlament zuvor aufgefordert, das Treffen der SS-Veteranen zu verhindern.
Lettlands Präsident, Valdis Zatlers, hatte bereits im Mai 2008 erklärt, er halte die lettischen SS-Angehörigen nicht für Nazis. Dagegen erinnerte die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) daran, daß die SS und alle ihre Einheiten – einschließlich der Waffen-SS –als kriminelle Organisation 1946 durch den Internationalen Gerichtshof von Nürnberg verurteilt wurden. Die gegen die Sowjetunion kämpfende lettische SS bestand aus rund 146 000 Männern, die sich aus Freiwilligen und von den deutschen Besatzern Rekrutierten zusammensetzte. Als Teil der deutschen Waffen-SS war sie am Massenmord an Juden, Russen, Weißrussen und Letten beteiligt. Mehr 70000 der 85000 lettischen Juden wurden von deutschen und lettischen Faschisten ermordet. Auf der anderen Seite kämpften mehr als 130000 Letten in der Roten Armee für die Befreiung ihrer Heimat von den faschistischen Besatzern.

Am 16. März 1944 kämpften Angehörige der lettischen Waffen-SS am Welikaja-Fluß gegen die sowjetische Arme. 1998 hatte die lettische Regierung deshalb den 16. März zum »Tag des Gedenkens des lettischen Kriegers« gemacht. Nach internationalen Protesten wurde der staatliche Gedenktag zwei Jahre später wieder abgeschafft. Gleichwohl durften seit 1994 bis heute jedes Jahr einige hundert SS-Veteranen und Rechtsextremisten zu Ehren der Waffen-SS als »nationale Befreier Lettlands« aufmarschieren. Trotz massiven Polizeiaufgebots gelang es Antifaschisten, ehemaligen Kämpfern in der Roten Armee und Angehörigen der russischen Minderheit in den vergangenen Jahren immer wieder, die Gedenkfeiern zu stören. Das Verbot des Aufmarsches in diesem Jahr hatte das Gericht mit Angst vor Krawallen begründet. Damit folgten die Richter der Argumentation des Stadtrats. Auch die für den gleichen Tag geplante antifaschistische Gegendemonstration war vom Gericht verboten worden.

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