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Wieder die üblichen Alheilmittel…

Posted by Botschaft - 12/03/2009

EU gegen »Killerspiele«. Schäuble gegen Verschärfung des Waffenrechts

Nach dem Amoklauf in Baden-Württemberg diskutieren Politiker, Psychologen, Kriminologen und Lehrerverbände über mögliche Motive und Konsequenzen der Bluttat. Der 17jährige Tim K. hatte am Mittwoch in einer Realschule in Winnenden bei Stuttgart und später in einem Einkaufsmarkt bei Wendlingen um sich geschossen und insgesamt 15 Menschen getötet, bevor er sich selbst erschoß.

Nach Ansicht des Kriminologen Christian Pfeiffer ist dies möglicherweise ein »Rachefeldzug« des Täters gegen seinen Vater gewesen, dessen Haus »waffenstarrend« gewesen sei. »Daß K. auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter Strike lernen können«, sagte dagegen der Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung, Hans-Dieter Schwind. Das Europaparlament forderte am Donnerstag, daß an Spielkonsolen ein »roter Knopf« geschaffen werden müsse, der so genannte Killerspiele blockiert. Die EU-Kommission und die 27 Mitgliedländer sollten diese Möglichkeit gemeinsam mit der Industrie prüfen. Nach Angaben des baden-württembergischen Innenministers Heribert Rech (CDU) hatte K. die Tat in der Nacht zuvor in einem Internet-Chat-Raum angekündigt. Zudem sei Tim K. wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung gewese, so Rech. 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisierte, daß in Baden-Württemberg rund 1600 Schulpsychologen fehlten. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes Michael Konken rügte die Mitteilungen einzelner Journalisten über den Nachrichtendienst Twitter. Eine Berichterstattung, die gezielt die Sensationslust bediene, sei pietätlos, so Konken.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) lehnt politische Konsequenzen ab. Er könne nicht erkennen, wie eine »wie auch immer geartete Änderung des Waffenrechts« die Tat hätte verhindern können, sagte Schäuble am Donnerstag in Berlin. Man werde nicht darum herumkommen, das Waffenrecht deutlich restriktiver zu gestalten, widersprach Bodo Ramelow, stellvertrtender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag. Tim K. hatte die Tatwaffe aus dem Schlafzimmer seines Vaters mitgenommen. Es deute alles darauf hin, daß der Vater die Waffe nachlässig aufbewahrt habe, so ein Polizeisprecher.(ddp/AFP/jW)

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