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Berliner Polizei „glänzt“ wieder

Posted by Botschaft - 16/03/2009

Martialischer Schutz für NPD: Berliner Polizei fällt wieder mal mit verbotenen Ausrüstungsgegenständen auf

Erneut ist eine Berliner Polizistin durch das Tragen von Quarzsandhandschuhen aufgefallen. Die Handschuhe, die vom Polizeipräsidenten Dieter Glietsch als »Waffe« kategorisiert werden, sind bei der Polizei verboten. Die Beamtin der 22. Einsatzhundertschaft schützte am Samstag den NPD-Landesparteitag vor friedlichen Gegendemonstranten. Als einige Antifaschisten den Bürgersteig verließen, um auf der Straße Parolen gegen eintreffende Rechtsextremisten zu rufen, stellten sich Polizeikräfte schützend vor die NPD-Bundeszentrale.
Anwesende Journalisten bemerkten hier die auffälligen Handschuhe einer Beamtin, die sich mit geballten Fäusten den Demonstrationsteilnehmern entgegengestellt hatte. Sie fotografierten die Situation. Die Beamtin reagierte umgehend. Geradezu schuldbewußt habe sie ihre Hände hinter ihrem Rücken versteckt, berichteten Augenzeugen. Als die Demonstrationsteilnehmer zurück auf den Bürgersteig gingen, sei die Polizistin in einen Mannschaftswagen geeilt, um ihre Handschuhe auszutauschen.
Die Kundgebungsanmelder sprachen daraufhin den Polizei-Verbindungsbeamten auf den Vorfall an. Dieser warf einen kurzen Blick auf die gemachten Fotos und erklärte, daß es sich »ganz sicher nicht« um Quarzsandhandschuhe handle. »Erst nach energischem Drängen war der Beamte bereit, seinen Vorgesetzten zu holen. Ich hatte das Gefühl, überhaupt nicht ernst genommen zu werden«, so ein anwesender Journalist gegenüber dem jW-Berichterstatter.
Der hinzugekommene Hundertschaftsführer bat um die Zusendung der gemachten Bilder. Trotz vorgelegtem Foto und vorhandener Rückennummer »konnte oder wollte« der Polizeiführer den Vorfall vor Ort nicht aufklären, so die Kritik der Linkspartei-Abgeordneten Evrim Baba, die am Gespräch beteiligt war. Die Polizei-Pressestelle bemühte sich unterdessen, die Wogen zu glätten. Es handelt sich »sehr wahrscheinlich um dienstlich gelieferte« Handschuhe. Der Vorgang werde aber weiter geprüft.
Wie die Polizei inzwischen bekannt gab, seien nach Beendigung der Veranstaltungen »alle Mitarbeiter zu dem Vorwurf befragt« worden. Eine Beamtin gestand daraufhin, »private Motorradhandschuhe, bei denen es sich offenbar um Quarzsandhandschuhe« handelte getragen zu haben. Gegen die Polizistin wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet.(jw)

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