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Erst Demo – dann Krawalle

Posted by Botschaft - 16/03/2009

Linke kritisieren Polizei nach Besetzerdemo / Die sieht sich zum »Aggressor« erklärt
Die Demonstration »United We Stay« zum Erhalt linker Freiräume endete am Samstagabend mit Auseinandersetzungen. Zunächst waren nachmittags knapp 2000 Menschen am Neuköllner Herrmannplatz losgezogen, um gegen »neoliberale Stadtumstrukturierung« und für die davon betroffenen und bedrohten alternativen Wohn- und Kulturprojekte zu demonstrieren.

Bis zur Abschlusskundgebung am Rathaus Friedrichshain war die Demonstration, zu der bundesweit mobilisiert worden war, nach Veranstalterangaben auf 4000 bis 5000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen angewachsen. Die Polizei war mit 900 Beamten im Einsatz und sprach von 2500 Teilnehmern.

In der Revaler Straße in Friedrichshain kam es zu ersten Auseinandersetzungen, wurden Beamte mit Flaschen und Steinen beworfen und die ersten Personen festgenommen. Im weiteren Verlauf wurde ein Streifenwagen umgekippt, die Scheiben von mehreren Pkw zerschlagen sowie die Scheiben der »McDonald’s-Filiale« am Frankfurter Tor eingeworfen. Insgesamt wurden nach Polizeiangaben zwölf Personen festgenommen und zwei Polizisten verletzt. Die Zahl der verletzten Demonstranten ist nicht bekannt. Gegen einen 33-Jährigen erließ ein Richter am Sonntag Haftbefehl wegen des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch. Zwei weitere Männer im Alter von 20 und 21 Jahren sollten nachmittags einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls wegen des gleichen Verdachts vorgeführt werden.

Die Kritik der Organisatoren, der autonomen »Wir Bleiben Alle«-Kampagne (WBA), die Polizei habe durch ihr aggressives Auftreten die Eskalation herbeigeführt, wies diese zurück. Vielmehr habe man verhindert, dass noch größerer Schaden entstanden sei. Es sei der »übliche Versuch«, die Polizei zum Aggressor zu erklären. Die WBA hatte kritisiert, dass die Polizei überhart vorgegangen sei und bereits in den Vorkontrollen Demonstrationsteilnehmer eingeschüchtert habe.

Am Rande wurde ein Demonstrationsteilnehmer schwer verletzt. Mehrere Zeugen gaben an, er sei am Frankfurter Tor von einem Bereitschaftspolizisten aus einem vorbeistürmenden Trupp bewusst umgestoßen worden und mit dem Kopf auf eine Steinkante gefallen. Gerüchte, er habe einen Schädelbruch erlitten, bewahrheiteten sich indes nicht. Er erlitt eine 20 Zentimeter lange Schnittwunde am Kopf und lag am Sonntag noch im Krankenhaus.(ND)

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