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Feiern und schießen fürs Naziregime

Posted by Botschaft - 21/03/2009

Studie der Ruhr-Universität Bochum über Schützenvereine zwischen 1933 und 1945
Aktiv haben die deutschen Schützenvereine die Ziele des Nationalsozialismus im »Dritten Reich« unterstützt: teils im vorauseilenden Gehorsam, zum Beispiel beim Ausschluß der Juden aus den Vereinen bereits 1933, und teils in einem Maße, das weit über die vom Regime geforderte Beteiligung hinausging, etwa bei der »Wehrhaftmachung« großer Teile der Bevölkerung im Krieg. Das ist das zentrale Ergebnis der Masterarbeit von Henning Borggräfe am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Am Beispiel dreier westfälischer Schützenvereine wie ihrer Dachverbände und auf breiter Quellenbasis legt Borggräfe damit erstmals eine detaillierte Studie über Schützenvereine zur gesamten NS-Zeit vor und revidiert das seit rund 60 Jahren bestehende Bild ihrer damaligen Rolle.

Die Vereine waren weder Opfer des Naziregimes, wozu sie sich bis heute selbst stilisieren, noch wurden sie totalitär gleichgeschaltet. »Vielmehr haben sich die Schützenvereine in den Nationalsozialismus und der Nationalsozialismus in die Schützenvereine integriert«, so Borggräfe.

Zwei Dinge zeichnen den Schützenverein aus: das Feiern und das Schießen. Damit berührten und beförderten die Schützen zwei Kernziele der Hitlerdiktatur: die »Volksgemeinschaft« zu realisieren und die Bevölkerung auf den Krieg vorzubereiten. Die Vereine stellten zudem der Hitlerjugend und der SA ihre Infrastruktur zur Verfügung. (jW)

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