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Nazifußballclub verpisst sich

Posted by Botschaft - 25/03/2009

Nach Protesten stellt ein rechtsradikaler Fußballverein den Spielbetrieb ein

Vorzeitiger Abpfiff für den »FC Einheit 06«. Der Fußballverein aus dem uckermärkischen Prenzlau hat sich am 13. März offiziell aus dem Spielbetrieb verabschiedet. Vorausgegangen war eine über zweijährige Auseinandersetzung um die rechte Truppe, die seit 2006 im Prenzlauer Kleinfeldfußball aktiv ist und ihre Sympathie für die faschistische Ideologie ganz offen zur Schau stellte. So erinnerte das Vereinslogo der Freizeitkicker, das zur Hälfte aus einem Fußball und dem Reichsadler mit Eichenkranz besteht, an das Staatswappen des »Dritten Reiches«. Nur auf das Hakenkreuz hatte der Klub mit seinen etwa zwanzig Spielern verzichtet.

Sponsor des Vereins ist die Firma »Textildruck Eberswalde«. Der Besitzer des Unternehmens, Gordon Reinholz, war früher Mitglied der Neonazikameradschaft »Märkischer Heimatschutz«. Derzeit betreibt Reinholz den »NMV-Versand«. Dort werden unter anderem Reichskriegsflaggen angeboten. Zudem präsentierte sich der Fußballverein auf seiner Homepage als Teil des »Bündnisses Uckermark« in dem sich verschiedene neofaschistische Gruppierungen, etwa der »Heimatschutz Germania«, organisiert haben. Es ist daher wenig überraschend, daß sich die NPD mit »Einheit 06« solidarisierte, als erste Proteste gegen dem Verein laut wurden.

Nach dem Bekanntwerden der rechtsradikalen Verbindungen reagierte die Prenzlauer Stadtverwaltung mit einem Ultimatum. Sollte sich der »FC Einheit 06« nicht von Rechtsextremisten abzugrenzen, würden alle in den zwei Ligen um Pokal und Meisterschaft spielenden 18 Teams gesperrt. So in die Defensive geraten, konzentrierten sich die Chefs des »FC Einheit 06« auf die Verteidigung. Dem zuständigen Prenzlauer Amtsleiter erklärten sie, daß die Tolerierung des rechten Gedankenguts ihrer Mannschaft geschadet habe. Tatsächlich hatten da bereits einige Spieler den Verein verlassen. In der Prenzlauer Zeitung vom 5. März versicherte der Chef des Fußballvereins, Heiko Bruder, seine »rechts-konservativen Gesinnung künftig als Privatsache« zu behandeln, die er nicht mehr mit dem Fußball vermischen wolle. »Unser Verein hat mit Nazis nichts zu tun«, so Bruder.

Für den Prenzlauer Bürgermeister Hans-Peter Moser (Die Linke) war diese Strategie wenig glaubwürdig. Der Politiker forderte die Vereinsmitglieder auf, sich bis zum 11. März öffentlich vom Rechtsradikalismus zu distanzieren. Doch das ging den Verantwortlichen des »FC Einheit 06« anscheinend dann doch zu weit. Ins Abseits stellten sie sich schließlich ganz alleine. Nachdem am 13.März der Stadtsportring und die Liga-Chefs beschlossen hatten, daß alle Spiele der Rückrunde unter dem Motto »Gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus« stattfinden sollten und diese Losung auch gut sichtbar auf Transparenten am Spielfeldrand angebracht wird, meldete der rechte Klub seine beiden Mannschaften noch am gleichen Abend per SMS vom Spielbetrieb ab.

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